„Wir brauchen 400.000 Zuwanderer pro Jahr.“ Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit Dieses Statement zeigt uns eindringlich, dass der Fachkräftemangel allgegenwärtig und nicht mehr alleine zu bewältigen ist. Um dieses Problem zu lösen muss Deutschland auf Fachkräfte aus dem Ausland zurückgreifen. Es fehlt generell in nahezu allen Branchen an gutem Fachpersonal: im Bauwesen, im Gesundheitswesen, in der Pflege/Kinderarbeit, in der IT-Branche usw. Ich möchte dir gerne im folgenden erzählen was ich darüber denke und wie ich dem Ganzen wenigstens ein wenig entgegenwirken möchte. In den vergangenen Jahren habe ich bedauerlicherweise festgestellt, dass die Anerkennung, Wertschätzung und Würdigung von Auszubildenden – unabhängig von der Branche – leider immer mehr nachgelassen hat. Es haben verhältnismäßig viel mehr Leute das Ziel zu studieren anstatt einer Ausbildung zu machen. Ich habe zwar auch studiert, aber zunächst habe ich eine Ausbildung gemacht. Und ohne meine Ausbildung wäre ich sicherlich da, wo ich heute bin. Ich habe nicht nur beruflich was gelernt, sondern vor allem für mein Leben. Erst neulich hatte ich es mit einem Freund davon, der mit mir die Ausbildung gemacht hat, wie viel wir für unser Leben gelernt haben und was wir alles aus dieser so prägenden Zeit mitgenommen haben. Wir haben oft gesagt, dass wir abbrechen und alles hinschmeißen, haben uns dann wieder zusammengerauft, gegenseitig aufgebaut, Mut gemacht und motiviert. Der Fachkräftemangel ist ein Jahrhundertproblem, dass die Politik über die vergangenen Jahrzehnte leider verschärft hat. Verbände, die für Auszubildende in den unterschiedlichen Branchen zuständig sind, wirken dem ganzen leider auch nicht entgegen. Ihr Job wäre es sich für Auszubildende einzusetzen, bessere Konditionen, Löhne, Arbeitsbedingungen usw. zu verhandeln. Aber wenn nur noch sehr wenige was gegen dieses enorme Problem, dass uns alle angeht (!), unternehmen, wo soll das dann hinführen?! Ich glaube einfach, dass es sehr viele Azubis gibt die keine Unterstützung erfahren. Sei es von Kollegen und Kolleginnen, Freunde oder der Familie. Es gibt leider zu viele junge Menschen, die völlig auf sich alleine gestellt sind. In einer Ausbildung kann man schnell überfordert sein. Sei es weil man in der Schule nicht hinterher kommt, im Betrieb von seinem Vorgesetzte gemobbt wird, oder weil man einfach generell mit der kompletten Situation überfordert ist. Wäre ich auf mich alleine gestellt gewesen, dann hätte ich es vermutlich auch nicht durchgezogen. Und genau darin liegt der Punkt. Ich möchte DICH unterstützen, DICH aufbauen, DICH motivieren. Ich werde dir aus meinem Alltag als Azubi erzählen, von meinen Erfahrungen berichten und dich vielleicht vor der ein oder anderen Fehlentscheidung bewahren – wie zum Beispiel dem Abbruch deiner Ausbildung. Das sollte wirklich der aller, aller letzte Weg sein, den du einschlagen solltest. Wirklich der Letzte! Während meiner Ausbildung und meinem Studium habe ich viele Leute gehen sehen, die eigentlich noch lange nicht fertig waren. Sie hatten alle ihre Gründe, warum sie sich dafür entschieden haben abzubrechen und es nicht voll durchzuziehen – ganz klar. Doch ich bin mir sicher, dass der ein oder andere dabei war, dem einfach die nötige Motivation gefehlt hat und der keinen Support erhalten hat. Und genau dem möchte ich entgegenwirken! Gehörst du auch dazu? Fühlst du dich nicht genug wertgeschätzt? Fehlt dir die nötige Motivation weiter zu machen? Denkst du oft ans Aufgeben oder warst sogar schon kurz davor, alles einfach hinzuschmeißen? Dann melde dich gerne bei mir, ich möchte dich dabei unterstützen! Schreib mir eine Nachricht über das Kontaktformular oder über Instagram oder Facebook und erzähle mir, was dich bedrückt, wo der Schuh drückt und wir suchen gemeinsam nach einer Lösung. Auch wenn du einfach jemand zum Quatschen brauchst, melde dich. Ich bin für dich da und unterstütze dich, wo ich nur kann! 😊 Außerdem empfehle ich dir meine Facebook Gruppe. Hier kannst du dich mit anderen Azubis austauschen. Durch eine große Gemeinschaft entsteht ein enormes Schwarmwissen, von dem jeder von euch profitieren kann. Also komm schnell vorbei und melde dich an, kostenlos und unverbindlich – du kannst dabei nur gewinnen 🙂 In diesem Sinne bis ganz bald,
Wie das Schicksal einem manchmal die Entscheidung abnimmt
„Denke daran, dass etwas, was du nicht bekommst, manchmal eine wunderbare Fügung des Schicksals sein kann.“ Dalai Lama Als ich mein Studium begonnen habe, hat der Studienplan bereits vorgesehen, dass man im 4. Semester ein Pflichtpraktikum absolvieren sollte. Das ist mit unter der Grund, warum ich euch auch eher zu einer Hochschule statt einer Universität rate. Hier ist der Praxisbezug einfach um einiges höher auch in Bezug auf die Lehrenden, was euch wiederum viel mehr praktisches Wissen vermittelt. Aber dazu in einem anderen Beitrag mehr… Als die Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz los ging hatte man mal wieder die Qual der Wahl. Der Großteil meiner Kommilitonen hat sich für ein Praktikum bei namhaften Firmen in der Industrie entschieden – im Controlling, im Marketing, im Vertrieb usw. Doch das stand für mich außer Frage in einem „Weltkonzern“ mein Praktikum zu absolvieren. Ich hatte das Ziel in ein kleines bzw. mittelständisches Unternehmen zu gehen, da ich davor bereits bei Siemens als Werkstudentin tätig war und die Konzernluft schon schnuppern durfte. Doch das hat sich dann leider als schwieriger herausgestellt als erwartet… Ein Unternehmen muss einen Pflichtpraktikanten, im Gegensatz zu einem freiwilligen Praktikanten, bezahlen. Das hat die ganze Sache natürlich etwas erschwert. Ich habe im Endeffekt sehr lange gesucht bis ich endlich einen passenden Platz gefunden habe. Natürlich hätte ich auch einfach irgendein Praktikumsplatz nehmen können. Aber das Ziel dahinter ist es ja Erfahrungen zu sammeln, die einen in seiner Entscheidungsfindung wie man im Leben weiter machen möchte, weiterbringen sollen. Deshalb habe ich mein Praktikumsplatz tatsächlich erst wenige Wochen vor dem Beginn gefunden und das auch eher mehr über einen Zufall. Ich habe mich auf der Suche unter anderem im Messe- und Veranstaltungsbereich im Projektmanagement beworben und leider eine Absage erhalten. Allerdings mit dem Hinweis, dass die Stelle bereits besetzt war und ich mich gerne wieder bewerben kann, sollte es eine passende Stelle für mich geben. Gesagt, getan. Ich habe mich kurz darauf nochmals beworben für eine Stelle im Bereich der internationalen Messen. Diese Stelle hat mir, durch meine Leidenschaft für Sprachen, im Endeffekt sowieso viel mehr zusagt. Zum ersten Zeitpunkt meiner Suche gab es diesen Praktikumsplatz einfach noch nicht. Diesen Job habe ich dann glücklicherweise auch erhalten. Zuerst war ich generell etwas enttäuscht, dass ich im Endeffekt eine Stelle nehmen „musste“ und nicht die Wahl hatte. Allerdings hat sich im Nachhinein herausgestellt, dass es so das Beste war, was mir hätte passieren können. Ich arbeite seit diesem Tag bei dem Unternehmen in verschiedenen Abteilungen und Positionen und habe dadurch das Projektmanagement lieben gelernt. In meinem Studium habe ich dann sogar noch eine Zertifizierung abgeschlossen, speziell für das Projektmanagement, weil mir dieser Bereich so viel Spaß macht 😊 Somit hat sich gezeigt, dass das Schicksal in diesem Moment für mich entschieden hat und mir den Weg gewiesen hat. Was ich dir damit sagen möchte ist, dass du nicht verzweifeln sollst, wenn es mal nicht so läuft wie du es dir wünscht. Wenn du ständig Absagen bei Bewerbungen erhältst oder du deine Traumausbildung noch nicht gefunden hast, lass den Kopf nicht hängen. Manchmal muss man einfach etwas geduldig sein und dann fügt sich alles von ganz alleine. Teile doch gerne deine Erfahrungen die du mit dem Schicksal gemacht hast, ob gut oder schlecht. Durch deine Erfahrung können andere wieder dazu lernen und ihr könnt euch durch gegenseitigen Support stärken. Tut auch gar nicht weh 🙂 In diesem Sinne, bis ganz bald