Wir werden durch verschiedene Faktoren motiviert bzw. motivieren uns selbst. Diese unterteilen sich in intrinsische und extrinsische Motivation. Was das ist, wo der Unterschied ist und ein paar Beispiele für deine Motivation gibt es in diesem Beitrag. Unterschied extrinsische & intrinsische Motivation Generell sollten wir vielleicht erst mal klären, warum wir überhaupt Motivation brauchen. Was ist der Anreiz für uns morgens überhaupt aufzustehen? Generell kann man sagen, dass je unmotivierter du bist, desto schlechter ist auch deine Leistung. Sei es im Sport, bei der Arbeit oder in Schule. Umso weniger Lust du hast, umso schlechter sind auch dein Ergebnisse. Deshalb ist Motivation für uns selbst, unser Leben und unseren Werdegang wahnsinnig wichtig. Denn im Umkehrschluss heißt das natürlich auch, dass umso motivierter wir sind, umso mehr Lust wir darauf haben, umso besser werden auch unsere Ergebnisse. Im Wesentlichen kann man hier dann im Detail zwischen den beiden Formen der intrinsische und extrinsische Motivation unterscheiden. Denn es macht einen enormen Unterscheid aus, woher deine Motivation kommt. Hierüber solltest du dir auch im Klaren sein und versuchen zu erkennen, woher die Motivation kommt. Denn dadurch kannst du vielleicht an der ein oder anderen Stellschraube drehen, wenn die Motivation eben nicht so hoch ist und deine Leistung dadurch auch nachlässt. Extrinsische Motivation Wenn dich etwas motiviert, weil es dir zum Beispiel einen externen Anreiz gibt wie Geld, dann ist das eine extrinsische Motivation. Du wirst motiviert aus etwas heraus, dass dir von Außen als Anreiz geboten wird. Beispiele: Macht, Reichtum, Geld, Einfluss, Zugehörigkeit, Sozialer Status Intrinsische Motivation Die intrinsische Motivation hingegen motiviert dich aus dir selbst heraus, aus der Tätigkeit an sich. Dich motiviert z.B. nicht das Gehalt, sondern dich motiviert die Arbeit, die du verrichtest. Beispiele: Sinnhaftigkeit, Lust, Spaß, Interesse, Eigenen Werte Es ist wissenschaftlich belegt, dass dich Motivation, die dich aus dir selbst heraus antreibt, nachhaltiger Bestand haben wird. Du wirst viel länger Freude an deinem Beruf haben, den du von Herzen gerne ausübst, als dass dich dein Gehalt auf Dauer motiviert. Du kannst auf Dauer schnell unzufrieden werden mit deinem Gehalt, du forderst mehr ein. Wenn du nicht mehr bekommt, bist du unzufrieden. Wenn deine Motivation jedoch von dir selbst kommt, weil du deinen Job liebst und du z.B. im Gesundheitswesen der Gesellschaft etwas zurückgeben kannst, dann ist diese Motivation viel, viel langfristiger wie jedes Geld der Welt. Experiment zum Nachweis Bereits 1973 wurden hierzu Studien und Experimente durchgeführt. Dies möchte ich dir gerne an einem der bekanntesten Beispiele verdeutlichen: Eine Gruppe von Kindern wurde in 2 kleinere Gruppen aufgeteilt. Beide Gruppen sollten ein Bild malen, doch nur Gruppe 2 bekam dafür Süßigkeiten versprochen. Gruppe 1 hat nichts angeboten bekommen, sondern sie sollten einfach malen. So weit, so gut. Eine Woche später hat man das Experiment wiederholt. Hierbei war dann zu beobachten, dass die 2. Gruppe schon eher keine Lust mehr hatte. Sie haben die Bilder nur gemalt, weil man sie auf die Süßigkeiten aus waren. Die 1. Gruppe hat nach wie vor weiter gemalt. Eine weitere Woche später wiederholte man das Experiment erneut. Allerdings hat die 2. Gruppe nun keine Süßigkeiten mehr bekommen. Was denkst du nun was passiert ist? Naja, die 1. Gruppe hat wie gewohnt die Bilder gemalt und sich Mühe gegeben und angestrengt. Da die 2. Gruppe keine Belohnung bekommen hat, hat auch kein Kind mehr ein Bild gemalt. Das zeigt uns doch eindeutig, dass extrinsische Motivation (in diesem Fall die Süßigkeiten) nicht von langer Dauer sind. Die intrinsische Motivation (ein schönes Bild malen) hält sehr viel nachhaltiger an. Zahlreiche Studien zeigen auch, dass finanziell motivierte Ziele im Leben zu einer geringeren Lebenszufriedenheit beitragen. So wendest du es auf dich an Lass uns das noch auf dein Hobby übertragen. Du machst dein Hobby ja schließlich, weil es dir Spaß und Freude macht. Und nicht, weil es dir Unmengen an Geld einbringt. Genau so solltest du deinen Beruf bzw. deine Ausbildung betrachten. Nun wissen wir also, was die extrinsische und intrinsische Motivation ist. Für unsere Ziele im Leben heißt das, dass diese in der Ausbildung oder für das nächste Jahr zum Großteil intrinsisch motivierter Natur sein sollten, um so mit mehr Freude, Begeisterung und Leidenschaft ran zu gehen. Von außen motivierte Ziele werden sich nicht langfristig durchsetzen können und zu keiner großen Zufriedenheit im Leben führen. In meinem Beitrag zum Thema Ziele setzen findest du Tipps, wie du deine Ziele richtig definierst um sie auch zu erreichen. Hat dir dieser Beitrag gefallen? Dann lass mir gerne ein Like da 🙂 In diesem Sinne, bis ganz bald
Deine ersten vermögenswirksamen Leistungen
Um ehrlich zu sein, konnte ich lange Zeit selbst nichts mit vermögenswirksame Leistungen in der Ausbildung anfangen. Für mich war das alles völlig fremd. Und es ist zunächst auch alles im etwas beängstigend, wenn man nichts damit anfangen kann. Mein Glück war, dass mein Dad mich in diesen Belangen schon immer sehr gut abgeholt hat und gepusht hat. Ich weiß allerdings, dass es nicht jeder dieses Glück hat. Und deshalb möchte ich dich jetzt abholen und dir einen Tipp mit auf den Weg geben, wie du aufhörst weiterhin Geld zu verschenken sondern es für dich einforderst 🙂 Was sind vermögenswirksame Leistungen (VL)? Zunächst einmal sollten wir klären, was vermögenswirksame Leistungen überhaupt sind. In einigen Beiträgen habe ich dazu bereits etwas geschrieben. Unter anderem in dem Beitrag zu Mitarbeiter-Benefits. Und genau das bringt es schon auf den Punkt: hierbei handelt es sich um ein Benefit, dass dir dein Arbeitgeber extra bezahlen KANN! Nicht bei jeder Branche bzw. Tarifvertrag ist dies vorgesehen. Erkundige dich bei deiner Personalabteilung oder beim Betriebsrat wie hoch die VL bei dir ausfallen. Der Sinn hinter VL ist es, dass du etwas spart. Dies kann in verschiedenen Formen erfolgen, z.B. mit einem klassischen Bausparvertrag, einem Aktienfondsparplan, einer Baufinanzierung usw. Es ist deshalb nicht möglich, dass du dir das Geld einfach auf dein normales Konto überweisen lässt – damit verfehlt es seinen Zweck. Du musst ein extra Konto angeben, wenn du VL beantragst. Die Summe der VL beträgt maximal 40€ pro Monat. Entweder bezahlt dein Arbeitgeber die vollen 40€ (das wäre natürlich klasse 🙂 ) oder du stockst auf 40€ auf, wenn er z.B. nur 25€ bezahlt. Das würde dann folgendermaßen funktionieren: Auf der Abrechnung siehst du dann, dass du oben z.B. 25€ auf dein Bruttogehalt drauf bekommst. Dann folgen deine ganz normalen Abzüge (denn die VL sind steuer- und sozialversicherungspflichtig) und unten siehst du dann, welcher Betrag auf dein extra Konto abgeht. Sollten es 40€ sein, so stockst du entsprechend von den 25€ auf 40€ auf. Wenn du es nicht aufstockst, dann bleibt es eben bei den 25€ minus Abzüge. Dein Nettolohn wird sich nur ganz geringfügig ändern, wenn du die VL auf 40€ aufstockst. Das tut dir nicht (so sehr) weh und du wirst aber merken, dass es sich über die Jahre wirklich auszahlt. In der Regel geht ein Vertrag mit VL 7 Jahre. 6 Jahre davon bezahlst du Leistungen ein und ein Jahr ruht der Vertrag dann, bevor du die Leistungen auszahlen kannst oder in einen neuen Vertrag überschreiben kannst. Das kommt allerdings auch immer stark darauf an wo du dein Geld einbezahlst. Wie bekomme ich nun VL? Lohnen sich VL wirklich? Ein ganz einfaches Rechenbeispiel: Du bezahlst monatlich 40€ auf dein extra Konto ein, z.B. für einen Aktienfondsparplan. Auf das Jahr gerechnet sind das 480€ und auf 6 Jahre Einzahlungszeitraum sind das immerhin 2.880€, die du dann nach einem weiteren Jahr komplett zur Verfügung hast. Achte hierbei unbedingt immer auf die Vertragsbedingungen von dem jeweiligen Anbieter, denn diese sind oftmals mit Gebühren! Mit viel Glück bzw. einer Rendite erhältst du auch noch Zinsen, die dann noch oben drauf kommen. Also JA – VL lohnen sich definitiv! Du hast in dem ersten Moment ein kurzes Geschäft damit, bis du dich überall reingelesen und erkundigt hast. Wenn das aber einmal erledigt ist, dann musst du nichts weiter tun. Und wenn du es nicht machst, dann ist das Geld, dass du deinem Arbeitgeber jeden Monat schenkst. Und dein Arbeitgeber wird i.d.R. nicht auf dich zukommen und sagen „Hey, ich hab hier noch 25€ monatlich für dich.“ sondern DU bist hier gefragt und musst aktiv handeln! Hör also auf deinem Arbeitgeber weiterhin Geld zu schenken, sondern fordere ein, was dir zusteht und hole dir deine vermögenswirksame Leistungen in der Ausbildung 🙂 Bekommst du bereits VL? Schreib es in die Kommentare! In diesem Sinne, bis ganz bald
Mitarbeiter-Benefits
Heutzutage ist es in der Regel normal, von seinem Arbeitgeber sogenannte Mitarbeiter-Benefits in der Ausbildung zu erhalten. Das sind Extras, die du zusätzlich zu deinem normalen Gehalt bekommst. Warum Arbeitgeber diese Benefits anbieten, welche Arten es davon gibt und warum du unbedingt danach fragen solltest, liest du in diesem Beitrag – let´s go! Warum bieten Arbeitgeber Benefits an? Wenn man sich durch Stellenanzeigen auf den verschiedenen Jobportal durchklickt, stößt man bei 99% der Stellenanzeigen auf sogenannte Benefits. Daran merkt man, dass man als Arbeitgeber eher aus der Masse hervor sticht, wenn man keine Benefits anbietet, im Vergleich dazu, dass man welche anbietet. Es ist damit völlig normal seinem Arbeitnehmer Extras zu bieten, zusätzlich zu dem Gehalt. Und das nicht ohne Grund. Hier kommt mal wieder das Schlagwort „Fachkräftemangel“ ins Rennen. Arbeitgeber brauchen immer dringender gut geschulte, gelernte bzw. ausgebildete Fachkräfte. Diese sind heutzutage fast schon Mangelware und werden auch von Jahr zu Jahr weniger. Deshalb kämpfen die Betriebe um jeden guten Mitarbeiter, den sie bekommen können. Und da reicht ein gutes Gehalt schlichtweg nicht mehr aus – es braucht mehr! Und genau damit versuchen die Arbeitgeber die Fachkräfte anzulocken und mit den Goodies in ihr Unternehmen zu bekommen. Welche Arten von Mitarbeiter-Benefits in der Ausbildung gibt es? Man kann die Benefits in verschiedene Kategorien unterteilen. Das machen wir im folgenden nun mal, um einen groben Überblick zu verschaffen, was dir in Zukunft alles nices winken könnte 🙂 Verkehrsmittel Damit sind Unterstützung für den Weg zur Schule und zur Arbeit gemeint: Zuschuss zu öffentlichen Verkehrsmitteln/Bahn Card Leasingfahrrad/ Job Bike Dienstwagen Finanziell Bei finanziellen Benefits geht es um alle Extras, die auf dein normales Gehalt drauf kommen: Weihnachtsgeld Urlaubsgeld Corona-Bonus (Sonderzahlung in 2021/2022) Jahressonderzahlung/Prämie Vermögenswirksame Leistungen Achte bei diesen Benefits darauf, dass dein Bruttogehalt in diesem Moment zwar steigt, deine Steuern aber natürlich auch höher werden. Denn alle Extras werden nochmals versteuert – ausgenommen ist der Corona-Bonus. Diesen gibt es allerdings auch nur in manchen Branchen. Materiell Bei diesen Dingen handelt es sich um Extras, die dir dein Arbeitgeber ausgibt und in diesem Fall auch zur privaten Nutzung zur Verfügung stellt: Handy Laptop Die rein dienstliche Nutzung ist kein Benefit, sondern die Voraussetzung der Erfüllung deiner Arbeit. Gesundheit Einige Unternehmen bieten auch Benefits an, die deiner Gesundheit zu Gute kommen: Sportprogramme im Unternehmen – hier kannst du den bezahlten Beitrag dann bei deiner Krankenkasse einreichen und bekommt einen Teil/ den ganzen Teil erstattet (je nach Betrag) Zuschuss zum Fitnessstudio/ Betriebseigenes Fitnessstudio Betriebsarzt – Impfangebote Massagen Ergonomische Arbeitsplätze (Höhenverstellbare Schreibtische/ Schreibtischstühle) Sozial/Freizeit Damit sind alle Goodies gemeint, die zu deinem privaten Leben bzw. einer besseren Work-Life-Balance einen Beitrag leisten: Betriebliche Altersvorsorge Zuschuss zur Kinderbetreuung Sabbatical Betriebsausflüge/ Mitarbeiterevents/ Weihnachtsfeiern Mitarbeiterrabatte bei Bäcker Betriebskantine/ Verpflegungszuschuss Pausenraum/ Aufenthaltsraum Gleitzeit/ flexible Arbeitszeiten Homeoffice Weiterbildung Hierbei unterstützt dich der Arbeitgeber bei folgenden Punkten: Zuschuss zu Fernstudium Seminare/ Kurse auf dein Beruf ausgerichtet – Intern/ Extern Prüfungsvorbereitungen Workshops Veranstaltungsbesuche Das sind einige Extras, die dir ein Arbeitgeber anbieten kann. Ich habe mich hierbei bewusst nicht auf die Ausbildung beschränkt, sondern bin auch bei den Extras darüber hinaus gegangen. Ich gehe nämlich nicht davon aus, dass ein Azubi sonderlich häufig einen Dienstwagen hat 😉 Warum sollte ich nach Mitarbeiter-Benefits in der Ausbildung fragen? Dafür gibt es viele gute Gründe. Eine ganze Liste guter Gründe findest du oben aufgeführt 🙂 In der Ausbildung hat man mittlerweile immer mehr Benefits, die einem angeboten werden. Damit sieht man den Wandel auch hier schon und nicht erst nach der Ausbildung. Deshalb ist es auch super wichtig, dass du nach bestimmten Benefits aktiv fragen solltest, wenn es dir nicht von dem Betrieb aus angeboten wird. Unter anderem der Punkt von „Vermögenswirksamen Leistungen“ oder „Zuschuss zu öffentlichen Verkehrsmitteln“ sind Benefits, die sich wirklich auszahlen können. Wenn du in den finalen Zügen deiner Ausbildung bist und demnächst in das Berufsleben durchstarten solltest, dann sind das hier alles Punkte, die perfekt für den Einstieg sind. Dein Gehalt ist nach der Ausbildung nicht wirklich verhandelbar, da du noch keine Berufserfahrung hast und vermutlich auch noch nicht mit X Weiterbildungen glänzen kannst. Deshalb sind Benefits eine super Stelle, um noch mehr rauszuholen. Du solltest es dann nicht so sehen wie „Mein Gehalt ist Durchschnittlich, das ist nicht cool.“. Sondern eher von der Perspektive „Mein Gehalt ist zwar Durchschnittlich, allerdings habe ich super viele Benefits, die umgerechnet auch nochmal X Euro mehr Gehalt bedeuten.“. Ich hoffe, dass dir dieser Beitrag mal wieder gefallen hat. Lass mir gerne einen Kommentar da, welche Benefits du bereits in deiner Ausbildung bekommst und welche Benefits du vielleicht hast, die hier noch gar nicht aufgeführt sind 🙂 In diesem Sinne, bis ganz bald