Der erste Tag in der Ausbildung ist ein sehr besonderer Tag, denn ab diesem Moment ändert sich dein komplettes Leben. Man ist sich unsicher wie man sich am ersten Tag verhalten soll, man weiß auch gar nicht was einen erwarten wird. Genau deshalb erzähle ich dir heute wie es bei mir war, damit du einen Einblick bekommst. Außerdem gebe ich dir ein paar Tipps an die Hand, wie du dich in der ersten Zeit am besten verhalten solltest. Das wird dich erwarten Der erste Tag ist bei jedem anders – so viel schon mal vorweg. Aber du kannst dir sicher sein, dass all deine Azubi-Kollegen und Azubi-Kolleginnen genau so nervös sind wie du. In der Regel hast du an deinem ersten Tag eine Einführung in den Betrieb, lernst die Kollegen und Vorgesetzten kennen. Dir wird erst mal gezeigt wo, was liegt und wo du was findest. Es ist sehr selten, dass du an deinem ersten Tag wirklich direkt anfängst richtig zu arbeiten. Normalerweise wird dir der Betrieb gezeigt, du kannst dich mit Kollegen unterhalten und erst mal in Ruhe ankommen. Bei manchen Betrieben dauert so eine Einführung nicht nur ein Tag, sondern oft auch eine ganze Woche. Es werden dir die Regeln des Betriebs gezeigt, Verhaltungs- und Umgangsregeln. Außerdem wirst du wahrscheinlich die höchste Instanz des Unternehmens kennenlernen bzw. des Standorts, je nachdem wie groß die Firma ist. Neulich habe ich eine Nachricht bekommen von einer Followerin auf Instagram (du darfst mir jederzeit sehr gerne schreiben! 🙂 ), dass sie gar nicht weiß ob sie Schule an dem ersten Tag hat oder ob sie in den Betrieb muss, dass sie nichts gehört hat, was Sache ist. Ehrlicherweise spricht das nicht unbedingt für den Betrieb, denn sie sind nicht gut auf die Azubis und die Eingewöhnung vorbereitet. Doch mach dir da nicht direkt zu viel Kopf, greife zum Hörer und rufe einfach kurz im Betrieb an und frage nach. Damit ist das Problem direkt gelöst und du wirst keine schlaflosen Nächte mehr haben. Normalerweise bekommst du am ersten Tag einen Plan, in welchen Abteilungen du dich in den nächsten Wochen aufhalten wirst und wann du in die Berufsschule musst. Es ist mir nicht bekannt, dass der erste Tag schon mal direkt mit der Schule gestartet ist – aber ausschließen will ich das natürlich auch nicht. Viele Unternehmen machen auch eine Unternehmensführung bzw. eine Werksbesichtigung, vor allem wenn die Firmen größer sind und es sich um ein großes Werk handelt – du solltest ja schließlich wissen wo du was findest. Funfact am Rande: ich habe mich in meiner ersten Woche unzählige Mal in den Katakomben, also den unterirdischen Gängen, des Hotels verlaufen, wo ich meine Ausbildung begonnen habe. Das war wirklich irre groß und extrem verschachtelt. Bis zum Schluss kannte ich noch nicht alle Gänge… Checkliste für den ersten Tag/die erste Zeit Das solltest du mitbringen: Vorgaben vom Betrieb: Es kann sein, dass du ein Schreiben von deinem Betrieb erhalten hast, dass du noch ein paar Unterlagen nachreichen musst. Beispiele: Schreiben/Bescheinigung der Krankenversicherung Sozialversicherungsnummer/-ausweis Steueridentifikationsnummer Bankverbindung Personalausweis Schreibsachen: Nimm unbedingt einen Block und einen Stift mit, es kann nämlich sein, dass dir wichtige Dinge gesagt werden und du wirst es mit großer Wahrscheinlichkeit wieder vergessen, einfach weil du nervös sein wirst. Damit du also nicht 100x das gleiche fragen musst, schreibe direkt mit. Geld/Pausenbrot: Am Anfang weiß man nicht, wie der Tag ablaufen wird, wie die Pausen sein werden, wohin man zum Essen geht (Bäcker oder Kantine). Nimm deshalb am Besten ein bisschen Bargeld mit und ein kleines Mittagessen, damit du zur Sicherheit was dabei hast. Nach 1-2 Tagen wirst du schnell merken, wie man es in der Firma handhabt und dann kannst du dich danach anpassen. Das solltest du beachten: Pünktlich sein: Ein absolutes No-Go ist, wenn du an deinem ersten Tag zu spät kommst. Fahr lieber viel zu früh los, wie wenn du 2 Minuten zu spät kommst. Gute + positive Stimmung: Du beginnst einen neuen, spannenden, tollen Lebensabschnitt, also zeige das auch. Sei offen und lasse die Dinge einfach so kommen, wie sie sind. An dieser Stelle gehört auch Smalltalk dazu, das ist nicht für jeden was. Sei einfach offen und lächle, damit hast du schon vieles richtig gemacht. Frage nach, wenn du Fragen hast: Es gibt nichts schlimmeres, wie wenn du 100x das gleiche fragen musst, weil du es nicht wirklich verstanden hast. Wenn du also eine Frage hast und die Antwort nicht komplett verstehst, frage direkt nach. Vor allem am Anfang kannst und solltest du auch viele Fragen stellen, das zeigt auch von Interesse. Tausche dich mit anderen Azubis aus: Ihr seid euch gegenseitig Gold wert – wenn noch nicht jetzt, dann irgendwann mit Sicherheit, glaube mir. Jeder Azubi ist über den Support von anderen Azubis dankbar. Schließe dich deswegen direkt am Anfang mit den anderen Azubis zusammen, es ist eine so tolle Zeit, weil ihr alle auf das gleiche Ziel hinarbeitet. So war es bei mir Das ist ein ganz besonderer Tag, denn hier beginnst du einen neuen Lebensabschnitt, der dich vermutlich für immer prägen wird. Du wirst dein Leben lang an deine Ausbildung zurückdenken, viele Erinnerungen damit verbinden und oft darüber reden. Deshalb eins vorweg: genieße jeden Tag! Abgesehen davon hast du als Azubi noch ein „leichteres“ Leben, was natürlich super ist. Wenn du Fehler machst ist das nicht so schlimm, wie wenn du später mal ein normaler Mitarbeiter bist oder sogar Führungsverantwortung hast. Mein erster Tag in der Ausbildung war toll, aber natürlich auch extrem überfordernd. Ich wusste nicht wo oben und unten war. An meinem ersten Tag in der Ausbildung wurden alle Azubis in verschiedene Abteilungen im Hotel aufgeteilt. Wir waren Anfangs ca. 30 Azubis. Das sind recht viele, doch das Hotel in dem ich meine Ausbildung angefangen habe, war auch sehr groß. Mit knapp 450 Hotelzimmern und etlichen Restaurants und Bars war die Anzahl an Azubis auch notwendig. Ich sage bewusst „Anfangs“ da leider einige die Ausbildung nach Beginn des 1. Lehrjahrs, im 2. Jahr und aber auch sogar im 3.