Es gibt viele Möglichkeiten sich vor eine Ausbildung oder einem Studium zu orientieren, darunter fällt auch die Möglichkeit für ein Praktikum. Welche Vorteile dir ein Praktikum bietet, wie du dich am besten darauf vorbereitest und wie du herausfindest, welches Praktikum für dich überhaupt richtig ist, erfährst du in diesem Beitrag. Grundsätzlich unterscheidet man bei einem Praktikum zwischen einem freiwilligen Praktikum und einem Pflichtpraktikum. In der Schulzeit oder auch der Ausbildung bzw. im Studium hast du i.d.R. ein Pflichtpraktikum. Darüber hinaus kannst du jedoch auch freiwillige Praktika machen, um dich im Berufs-Dschungel zu orientieren. Wie finde ich den richtigen Betrieb? Bei dieser Frage sollten deine persönlichen Präferenzen im Vordergrund stehen, denn ein Praktikum dient der Berufsorientierung.  Stelle dir also folgende Fragen: Was macht mir besonders viel Spaß? Worin bin ich gut? Was kann ich mir in der Zukunft vorstellen? Welcher Beruf interessiert mich besonders? Wo wollte ich schon immer mal einen Tag arbeiten? Wenn du dir die Fragen beantwortet hast, dann hast du eine bessere Orientierung in welche Richtung es mit deinem Praktikum gehen sollte. Ich empfehle dir nicht einfach im Betrieb von deinen Eltern oder Verwandten oder Nachbarn ein Praktikum zu machen, weil das bequem ist. Nutze diese Möglichkeit wirklich um für dich herauszufinden, was du in der Zukunft machen willst. Du weißt nun also in welche Richtung es gehen soll, dann gilt es nun den richtigen Betrieb zu finden. Dafür kannst du über verschiedene Portale auf die Suche gehen. Ich kann dir dafür z.B. Jobbiplace empfehlen oder meinpraktikum.de. Geh einfach auf verschiedenen Plattformen auf die Suche. Alternativ kannst du natürlich auch über Stellenanzeigen in Zeitungen oder Flyer oder Magazine gehen. Du hast schon einen konkreten Betrieb im Blick und weißt genau, wo du dein Praktikum machen willst? Dann geh einfach auf die Website von dem Unternehmen und schau dort nach einer passenden Stelle. Tipp: Praktikantenstellen werden oftmals gar nicht auf der Website veröffentlicht, das heißt aber nicht, dass es diese nicht gibt. Rufe am besten einfach direkt in dem Betrieb an und frage nach, ob es für den gewünschten Bereich von dir eine passende Stelle gibt. Warum sollte ich ein Praktikum machen? Ein Praktikum dient in erster Linie der Berufsorientierung und damit du anschließend weißt, welchen Beruf du später vielleicht mal lernen möchtest, oder eben auch nicht. Nachfolgend nenne ich dir mal ein paar Vorteile, die dir ein Praktikum liefern kann: Kontakte: Durch ein Praktikum hast du bereits einen Fuß in der Türe in dem Unternehmen. Auf die Kontakte kannst du nach der Schule zurückgreifen, wenn du in dem Unternehmen z.B. deine Ausbildung machen möchtest. Das Unternehmen kennt dich, du kennst das Unternehmen und dadurch entsteht eine gute Basis für eine weitere Zusammenarbeit. Praxiserfahrung: Du sammelst unheimlich viel Erfahrung in der Praxis, auf die du dein Leben lang zurückgreifen kannst. Jedes Praktikum bringt dich deinem Ziel, einen Beruf zu erlernen, weiter. Deine Entscheidung für einen bestimmten Beruf wird dadurch gefestigt und gestärkt oder du entscheidest dich dadurch für einen anderen Beruf. All das gehört zur Berufsorientierung. Lebenslauf: Durch verschiedene Praktika sammelst du nicht nur Berufserfahrung für dich, sondern repräsentierst dich zukünftigen Unternehmen auch als engagierter und interessierter Arbeitnehmer. Du zeigst, dass du schon früh Eigeninitiative gezeigt hast, dich beruflich zu orientieren. Kennenlernphase: Sieh dein Praktikum als eine Art Kennenlernphase des Unternehmens an. Du erhältst einen Einblick in den Ablauf und in die Prozesse, in die Teams und in die Arbeitsstruktur und in die Grundstimmung in dem Unternehmen. Umso länger du ein Praktikum machst, desto besser wird dein Eindruck. Durch diese Phase kannst du herausfinden, oder der Betrieb für dich in Zukunft relevant ist z.B. für eine Ausbildung. Bewerbung Bei deiner Bewerbung für ein Praktikum musst du ein paar Punkte beachten, auf die ich hier kurz eingehen werde. Wenn du dich in einem Unternehmen auf eine Stelle bewirbst, dann ist das eine normale Bewerbung. Wenn du dich jedoch in dem Unternehmen bewirbst, ohne direkte Stelle, dann nennt man das eine Initiativbewerbung. Deckblatt Eine Bewerbung ist generell in allen Fällen immer so aufgebaut, dass du zunächst ein Deckblatt hast. Das Deckblatt ist kein Muss, sieht aber ganz schön aus und fasst nochmal das Wichtigste zusammen. Hier kannst du den Titel des Jobs (z.B. Praktikantin als Chemielaborantin), deinen Namen und deine Adresse und Kontaktdaten und auch ein Foto von dir drauf machen. Anschreiben Nach dem Deckblatt folgt das Anschreiben, welches nicht länger als 1 Seite sein sollte. Schreibe hier unbedingt direkt eine bestimmte Person an, wenn diese in der Stellenanzeige steht. Wenn keine Person hinterlegt ist, greife auf „Sehr geehrte Damen und Herren“ zurück. In dem Anschreiben musst du kurz und knackig formulieren, weshalb du dich auf diese Stelle bewirbst, was deine Motivation ist, welchen Mehrwert du dem Unternehmen liefern kannst und weshalb genau du die richtige Person für diese Stelle bist. Ich bin ganz ehrlich: Anschreiben zu formulieren ist nicht unbedingt einfach, vor allem wenn du es das erste Mal machst. Suche im Internet einfach mal nach ein paar Beispielen, damit du ein Gefühl dafür bekommst. Lebenslauf Nach dem Anschreiben folgt dein Lebenslauf. Dieser sollte ebenfalls eine bis max. zwei Seiten lang sein. Beschränkte dich hier auf die wesentlichen Informationen von deinen beruflichen und schulischen Stationen. Da deine beruflichen Stationen wahrscheinlich noch nicht sonderlich viele sind, kannst du hier alle Praktika und Nebenjobs aufnehmen. Umso mehr, umso besser. Wichtig ist hierbei, dass du antichronologisch vorgehst, das heißt deine aktuellste Station von der Schule oder von der beruflichen Tätigkeit sollte ganz oben stehen und deine älteste Station ganz unten. Du kannst hier ebenfalls nochmals deine Adresse, deine Kontaktdaten, dein Foto und ggf. auch Hobbies mit aufnehmen. Hobbies solltest du jedoch nur mit aufnehmen, wenn sie auch zu dem Beruf einen Bezug haben. Bitte nimm hier keine Informationen von deinen Eltern oder deinen Geschwistern auf. Das hat man früher gemacht, ist heute aber nicht mehr gängig. Zeugnisse/Zertifikate Nach dem Lebenslauf kannst du dann noch Zeugnisse und Zertifikate einfügen, sowohl von der Schule als auch von außerschulischen Aktivitäten bzw. von deinen Praktika oder Ferien-/Nebenjobs. Wenn du all diese Informationen dann in einem Dokument