Es gibt einige Dinge, von denen du zunächst denken könntest, dass du faul bist, wenn du sie tust. Oder das du wieder mal nicht aus dem Quark kommst und dabei dann ein schlechtes Gewissen hast. Aber heute können wir ganze beruhigt darüber reden, welche Dinge wirklich zu unserer Produktivität in der Ausbildung beitragen, auch wenn du vermeintlich denkt, dass du dabei unproduktiv bist. Wir reden auch gar nicht lange um den heißen Brei drum rum und kommen direkt auf den Punkt. Los geht´s 🙂 1. Schlafe genug Du denkst ab und an vielleicht, dass du zu lange schläfst und deine Zeit anders nutzen solltest. Vor allem in stressigen Phasen des Lebens – Klausurphasen, Abschlussprüfungen, wichtige Phasen im Job usw. Dann verzichtest du manchmal vielleicht auf die ein oder andere Stunde Schlaf, um den Rest des Tages einigermaßen auf die Reihe zu bekommen. Doch das ist falsch! Wenn du nicht genügend Schlaf hast, leidet deine Konzentration darunter und dir passieren auf kurz oder lang Fehler. Diese können vermeintlich klein und unwichtig sein, können sich aber auch in einem fatalen Fehler bei der Arbeit, in der Schule oder gar im Straßenverkehr entpuppen. Zu wenig Schlaf kann sich auch in Gereiztheit wiederfinden, die sich auf die Beziehung zu deinen Mitmenschen auswirkt. Also achte darauf, dass du genügend Schlaf bekommst, auch wenn es stressigere Phasen sind. So steigerst du deine Produktivität in der Ausbildung wieder. Du musst dann kein schlechtes Gewissen haben, sondern kannst dich beruhigt 1 Stunde früher ins Bett legen und auch mal eine Stunde länger schlafen. 2. Kürze deine To-Do Listen Wenn du merkst, dass deine Listen überquellen vor lauter To-Do´s und du gar nicht mehr weißt, wo du überhaupt anfangen sollst, dann fang an Dinge zu streichen – kürze deine Liste um produktiver zu werden. Damit konzentrierst du dich wieder auf das Wesentliche und verlierst die wichtigsten Aufgaben nicht aus den Augen. Indem du radikal den Rotstift ansetzt und kürzt wirst du automatisch merken, welche To Do´s wirklich wichtig sind und damit steigt die Chance um einiges, dass du diese Aufgaben auch wirklich erreichen kannst. Wenn du nicht genau weißt, welche Dinge du von deiner To-Do Liste streichen sollst, dann schau doch einfach mal, welcher Punkt schon am längsten auf der Liste steht 😉 Diesen solltest du problemlos streichen können, da er für dich die geringste Priorität hatte, ihn zu erfüllen. Deshalb wird es auch kaum auffallen, wenn er nicht mehr auf der Liste steht. 3. Lege genügend Pausen ein Vor allem in Lernphasen solltest du unbedingt genügend Pausen einlegen. Du denkst in dem Moment , dass du kostbare Zeit verlierst und hast vielleicht sogar ein schlechtes Gewissen, weil du ja nicht weiter lernst? Es ist genau das Gegenteil: wenn du keine Pausen einlegst wirst du unproduktiver und wirst dir auf Dauer weniger merken können – deine Konzentration wird enorm nachlassen. Eine Faustregel lautet hier: –> nach 30 Minuten – 5 Minuten Pause –> nach 2 Stunden – 15-20 Minuten Pause –> nach 4 Stunden – 1-2 Stunden Pause Am besten legst du in dieser Zeit auch dein Handy weg bzw. gehst von deinem Arbeitsplatz weg und gehst an die frische Luft und läufst ein paar Meter. Dadurch kann dein Gehirn wieder Energie tanken und dich zur nächsten Lernphase wieder voll unterstützen und deine Produktivität in der Ausbildung wird wieder steigen. 4. Teile deine Energie ein In meinem Studium habe ich die sogenannte 80:20 Regel kennengelernt. Sie ist nach dem gleichnamigen Erfinder Vilfredo Pareto benannt – das sog. Pareto-Prinzip. Dieses sagt, dass 80% der Wirkung bereits durch 20% der Leistung verursacht werden. Wenn du das auf dich beziehst bedeutet das folgendes: Du erreichst 80% deiner Arbeit, mit 20% deines Arbeitseinsatzes. Du erreichst 80% deines Wissens für eine Klausur, mit 20% Lerneinsatz. Im Klartext heißt das, dass du 80% deines gewünschten Ergebnisses mit 20% deines Zeitaufwandes erreichen kannst. Beachte bei dem Prinzip, das es anders rum genau so gilt. Das heißt, wenn du 80% Arbeitseinsatz leistet, kann es sein, dass du lediglich 20% deiner Arbeit erreichst. Und wenn du 80% Lerneinsatz gibst, du lediglich 20% deines Wissens für die Klausur lernst. Teile deine Zeit also klug ein und spare dir deine Zeit und Kraft für andere Aufgaben. Man muss nicht bei allem immer 110% geben, sondern manchmal reichen auch nur 20% aus 🙂 5. Nimm dir genügend Zeit für dich Es ist wahnsinnig wichtig, sich genügend „Me Time“ im Alltag einzurichten. Das schlechteste was du machen kannst ist zu sagen „Ich habe keine Zeit für XXX.“ und das XXX steht in diesem Fall für genau das, was du am liebsten machst, ganz für dich alleine. Das was du am liebsten machst, kann alles mögliche sein: ein Spaziergang, ein Film bzw. eine Serie schauen, Yoga machen und meditieren, am Handy surfen, Sport machen, ein Buch lesen, Musik hören usw. usw. usw. Das ist ganz alleine dir überlassen 🙂 Und du solltest in dem Moment, wo du deine persönliche „Me Time“ hast auch nicht eine Sekunde ein schlechtes Gewissen haben, weil du denkst, dass du denkst, dass du gerade Zeit verschwendest und unproduktiv bist. Im Gegenteil: du tankst Energie, die du für dein Arbeitsalltag bzw. schulischen Alltag als Azubi brauchst. Also gönn dir einfach die Zeit mit dir selbst. Ich hoffe, dass dir diese Tipps weitergeholfen haben. Und wenn du das nächste Mal ein schlechtes Gewissen hast, weil du „Me Time“ einlegst, dann denke an diesen Blogbeitrag zurück 🙂 In meinem Blogbeitrag zum Thema Mental Health findest du weitere Tipps, wie du deiner Mentalen Gesundheit im Alltag was gutes tun kannst. Diese trägst natürlich im Allgemeinen auch zu einer erhöhten Produktivität in der Ausbildung bei. Hinterlasse mir gerne einen Kommentar, welcher der Tipps dir am besten gefallen hat. In diesem Sinne, bis ganz bald
Cave-Syndrom – Isolation geht nach dem Lockdown weiter
Corona Früher war es für uns alle einfach ein gutes Bier. Mittlerweile ist es ein ätzender Virus, den wir wahrscheinlich alle nicht mehr hören können. Corona hat uns alle zu einer sehr besonderen Zeit in unserem Leben verholfen, bei der leider aktuell auch noch kein Ende in Sicht ist. Lockdown Das Wort war mir zwar bekannt, was das allerdings tatsächlich für einen bedeutet, habe ich erst 2020 am eigenen Leib erfahren. Das wohl isolierteste Jahr meines Lebens – unser aller Leben. Ich selbst war knapp 1,5 Jahre im Home Office. Weihnachten und die Geburtstage haben mein Mann und ich letztes Jahr zu zweit verbracht, weil wir niemanden gefährden wollten. Aktuelle Lage Aber jetzt nimmt die Normalität langsam wieder Züge an und wir können wieder raus. Wir können Freunde und Familie treffen. Man kann mittlerweile sogar wieder in Clubs, Bars, ins Fußballstadion und auf Comedy-Shows, ins Kino und zu Hochzeiten mit 200 Personen. Das ist doch super! Oder? Stellst du dir gerade folgende Frage: Doch was, wenn ich das gar nicht möchte, selbst wenn ich es wieder kann und darf? Definition Cave Syndrom Es könnte sein, dass du dann an dem sogenannten Cave-Syndrom leidest. Die Isolation und der Lockdown gehen für dich weiter, selbst, wenn er nicht mehr für alle gilt und keine Pflicht mehr ist, an die wir uns halten müssen. Wir haben in den vergangenen Monaten „beigebracht“ bekommen zu Hause zu bleiben, soziale Kontakte zu vermeiden und niemanden zu treffen. Teilweise wurde uns sogar mit Strafen gedroht, wenn wir uns dem entgegensetzen. Früher war es für unser Unterbewusstsein eine Belohnung, wenn wir uns mit Freunden und der Familie getroffen haben. Wir sind soziale Wesen, die die Nähe zu anderen Menschen brauchen. Doch durch das Verhalten in den vergangenen Monaten wurde diese Art der Belohnung in eine Art Strafe umgewandelt, die manche Menschen auch nach dem Lockdown weiter im Gedächtnis haben. Also nochmals zusammengefasst: Du hast Angst davor dich mit anderen Menschen zu treffen, weil du Angst vor Konsequenzen hast. Das kann z.B. die Angst sein, sich mit Corona anzustecken. Du lebst zu Hause isoliert und alleine. Vor Corona war das noch nicht so, da warst du noch oft mit Freunden unterwegs. Wenn du dich mit anderen Leuten triffst, dann fühlst du dich nicht glücklich bzw. dein Belohnungssystem wird dadurch nicht angeregt. Du siehst es eher als Bestrafung. Doch keine Angst. Wenn du dich in den „Symptomen“ wiedererkennst, heißt das nicht, dass du krank bist. Es handelt sich bei dem Cave-Syndrom nicht um eine Krankheit, sondern um eine Anpassungsreaktion und einen momentanen Bewusstheitszustand. Wenn du also aktuell noch keine Lust hast Leute zu treffen, dann ist das völlig in Ordnung. In der Regel sollte dieser Zustand in den kommenden Monaten vergehen, so lange bis dein Belohnungssystem wieder angekurbelt wird und du wieder Lust und Freude daran hast, Menschen zu treffen und auszugehen. Generell gilt, dass die Personen, die vor Corona bereits isoliert und zurückgezogen gelebt haben, das vermutlich nach Corona auch noch tun werden. Doch Personen die davor eigentlich sehr oft aus waren und diesen Sommer trotzdem noch zurückgezogen gelebt haben, sollten dies hinterfragen und nicht einfach so hinnehmen. Das kannst du tun Es sagt niemand, dass du direkt auf eine Party mit hunderten von Menschen gehen sollst – im Gegenteil: Treffe dich im kleinen Rahmen mit deiner Familie oder deinen liebsten Freunden. Geh doch Abends mal zu deiner besten Freundin/deinem besten Freund auf ein Bier oder eine Tasse Tee. Treffe dich in kleinen Runden mit deinen Azubikollegen zum lernen. Du erkennst dich jetzt wieder in dem Blogbeitrag? Und das macht dir Angst, weil du denkst, dass du anders bist? Die Angst ist völlig unberechtigt! Glaube mir, es gibt mehr Leute die solche Ängste haben, als du denkst. Ich selbst finde mich in den oben genannten Punkten auch wieder. Und auch ich muss erst wieder lernen wie es ist unter Menschen zu sein, wo teilweise vielleicht auch fremde Leute dabei sind. Das ist für mich die aktuelle Herausforderung. Ein wirkliches Rezept gibt es gegen das Cave-Syndrom nicht. Es ist nur wichtig, dass man mit der Zeit wieder zurück in die „alte Normalität“ kommt – solange es Corona eben zulässt. Wir Menschen sind soziale Wesen und brauchen soziale Kontakte, das liegt in unserer Natur. Also geh das Ganze langsam an, wenn es dich im ersten Moment überwältigt und überfordert. Dann solltest du nach Hilfe fragen Solltest du unter extremen Ängsten, Panikattacken oder Depressionen leiden, dann kontaktiere unbedingt professionelle Hilfe, zum Beispiel die deutschen Telefonseelsorge. Das übersteigt dann die oben genannten Punkte des Cave-Syndroms und benötigt Unterstützung. Sei mutig, habe keine Angst davor und suche dir Hilfe, auf die du vertrauen kannst: Tel.: 0800 / 11 10 111Tel.: 0800 / 11 10 222Rund um die Uhrwww.telefonseelsorge.detelefonseelsorge@diakonie.de In diesem Sinne, gib auf dich acht und bleibe gesund,
20-20-20-Regel
Du arbeitest viel am PC? Abends schaust du noch TV oder surfst am Handy rum? Dann brauchen deine Augen auch mal eine Pause! Auf Dauer kannst du ansonsten deine Augen schädigen. Nutze die 20-20-20-Regel und integriere sie in deinen Tagesablauf um deinen Augen nachhaltig was gutes zu tun! Somit kannst du deine Augenmuskulatur lockern. Probier es direkt mal aus 🙂 In diesem Sinne, bis ganz bald
Mobbing – for what?
Ehrlich gesagt habe ich lange überlegt, ob ich diesen Beitrag überhaupt veröffentliche, habe lange mit mir gerungen, da dies doch ein sehr privater Teil meines Lebens ist. Doch warum sollte ich das länger für mich behalten, wenn es auch nur einem da draußen von euch den Mut gibt sich gegen Mobbing stark zu machen und sich zu wehren oder gar selbst mit Mobbing aufzuhören. Wenn ich das damit erreiche, dann hat sich dieser Beitrag schon 1000x gelohnt. Also, let´s go… So war es bei mir Hast du schon mal jemand ausgelacht? Jemanden beleidigt oder sogar körperlich angegriffen? Beantworte diese Frage für dich im Stillen. Und dann beantworte noch, warum du das getan hast. Schöner wäre es natürlich, wenn die ersten Fragen alle mit nein beantwortet wurden. Nach Daten der PISA-Studie aus dem Jahr 2018 wurden 6% der 15-jährigen Schülern sehr häufig gemobbt. Knapp 24% wurden durch Mitschüler mehrmals im Monat gemobbt. Im Berufsleben sieht es aber auch nicht anders aus, denn Mobbing zieht sich durch alle Altersschichten durch. Fast 30% der Befragten gaben nach einer Umfrage von Statista und YouGov an, Mobbing am Arbeitsplatz zu erfahren. Was heißt das im Klartext? Naja, ganz einfach: Mobbing ist ein Problem, dass sich durch alle Altersschichten und alle Gesellschaftsschichten durchzieht – weltweit. Und genau dem gilt es entgegenzuwirken. Ich selbst wurde auch gemobbt. Ich wurde gehänselt. Ich wurde ausgelacht. Ich wurde beschumpfen. In meiner Zeit auf dem Gymnasium hatte ich kein leichtes Leben. Meine Mitschüler haben es mir leicht gemacht, sie nicht zu mögen. Das hat sich natürlich auch sehr stark in meinen Noten widergespielt. So lange, bis ich schließlich mit zwei 5-ern sitzen geblieben bin. Ich wurde prinzipiell aus allem ausgeschlossen, wurde ausgelacht wegen meinen schlechten Noten und habe Hassbriefe erhalten. Mein Jahrgang war der letzte G9-Zug auf dem Gymnasium (Abitur in 9 Jahren). Danach kam der G8-Zug (Abitur in 8 Jahren). Für mich hatte das eine klare Konsequenz. Als ich sitzen geblieben bin hieß es, dass die anderen vom Lernstoff schon so viel weiter sind, dass ich in die 6. Klasse zurückgehen hätte müssen. Alternativ konnte ich auf die Realschule wechseln und auch hier die 7. Klasse nochmals wiederholen. Dazu habe ich mich dann auch entschieden. Hier habe ich sehr schnell Anschluss gefunden und auch neue Freunde. Und zwar Freunde für´s Leben mit denen ich heute noch regen Kontakt habe. Meine Erfahrung hat damals gezeigt, dass auf die Lehrer leider kein Verlass war im Bezug auf das Mobbing. Meine Worte bzw. gar schon Schreie wurden nicht gehört. Ich habe demnach zu dieser Zeit auch rebelliert, meine Eltern hatten kein leichtes Leben mit mir 😉 Ich möchte an dieser Stelle gar nicht sagen, dass ich mich immer zu 100% richtig verhalten habe. Im Gegenteil: ich habe gleiches mit gleichem vergolten. Ich habe über den Spin-Chat (damaliges Facebook) ein Mädchen beleidigt. Ich habe sie zum Cybermobbing-Opfer gemacht. Wie hat sie reagiert? Sie ist zur Polizei und hat mich angezeigt. Genau, zur Polizei. Also wurde ich vorgeladen wegen einer Anzeige zur Beleidigung. Ich wurde damit vom Opfer zum Täter. Das Ende vom Lied war, dass die Anzeige zurückgezogen wurde und ich mich entschuldigt habe. Es hätte aber auch anders enden können und ich hätte vorbestraft in mein Leben starten können, wegen einer dummen Aktion. For what? Doch was hat mich das gelehrt? Dass ich damit einfach nicht weit gekommen bin. Ich habe die Rolle umgedreht, weil ich dachte, damit stärken zu sein. Aber das hat mich nur noch in mehr Schwierigkeiten gebracht. Ich bin der Meinung, dass kein Mensch der Welt Mobbing verdient hat. Heutzutage ist das ja leider noch eine Nummer anders als vor 15 Jahren. Heute haben wir mehr soziale Medien, die so eine Art von Hass befeuern und natürlich auch viel leichter machen. Geschrieben ist immer alles einfach, aber einer anderen Person ins Gesicht sagen ist nochmal eine andere Nummer. Laut der DIVSI U25-STUDIE aus dem Jahr 2018 haben knapp 14% der 12-19-jährigen angegeben im Netz schon mal fertig gemacht worden zu sein. Im Vergleich dazu haben dies im Jahr 2014 lediglich 3% der Befragten angegeben. Damit ist mittlerweile ungefähr jeder 10. im Netz ein Cybermobbing-Opfer. Allerdings gehe ich stark davon aus, dass all diese Zahlen nicht der Realität entsprechen, denn viele trauen sich einfach nicht zuzugeben, dass sie gemobbt werden, weil sie dadurch schwach wirken könnten. Die Dunkelziffer wird noch um einiges höher sein. Deshalb wird gemobbt Warum wird jemand gemobbt? Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben: Du bist „anders“als die anderen, wegen deiner Religion, deiner Hautfarbe, deinem Aussehen, deiner Sprache, deiner Kleidung usw. Du wirkst schwach und verletzlich und bist deshalb ein leichtes Opfer, weil du dich vermeintlich nicht wehren wirst oder kannst. Der Täter möchte sich dadurch stark fühlen, weil er dir gegenüber überlegen ist. Er möchte einen Machtkampf ausführen. Tipps gegen Mobbing Ich möchte dir hier nun ein paar Tipps mit auf den Weg geben wie du reagieren kannst, wenn du selbst gemobbt wirst: Reagiere nicht darauf: Wenn dich jemand mobbt, dann mit dem Ziel eine Reaktion zu erhalten. Lass diese Person einfach links liegen und schenke ihr keine direkte Reaktion. Gehe nicht auf das gesagt ein. Wenn du aber reagierst, dann mit der Aussage, dass die Person aufhören soll. Gehe der Person aber am besten einfach aus dem Weg. Schlage ihn nicht mit den eigenen Waffen: Das heißt, dass du nicht selbst zum Mobber werden sollst. Das bringt weder dich weiter, noch bringt es eine Lösung des Teufelskreis herbei. Mach nicht den gleichen Fehler wie ich damals, du hast gelesen wie das enden kann. Stehe darüber: Ich weiß, dass ist schwer. Aber wenn du dem Mobber das Gefühl gibst, dass er dich hat, dann wird es nur noch schlimmer. Zeige ihm, dass du darüber stehst und das du dich von dem Gesagten nicht beeindrucken lässt. Sprich mit jemanden darüber: Suche Rat bei deiner besten Freundin oder deinem besten Freund. Dieser Person vertraust du dir vermutlich am meisten an. Gehe zu einem Erwachsenen, sei es ein Lehrer oder deine Eltern oder dein Azubi-Betreuer. Wichtig ist, dass
Mental Health – das kannst du für deine mentale Gesundheit tun
Was ist Mental Health? Anlässlich des internationalen Mental Health Day am 10. Oktober möchte ich dir erzählen was man überhaupt unter Mental Health versteht, was sich durch Corona verändert hat und warum es so wichtig ist auf sich selbst zu achten. Let´s go! Oft setzt man Mental Health mit mentaler Gesundheit und damit automatisch psychischer Gesundheit gleich, was natürlich korrekt ist, viele aber abschreckt weil man direkt an den „Seelenklemptner“ denkt. Doch man muss sich von dem Thema gar nicht abgeschreckt fühlen, denn es geht uns schließlich alle was an! Jeder sollte Self Care in seinen Tagesablauf integrieren. Was ist das alles noch Wert, wenn es einem selbst nicht gut geht? Und du musst nicht direkt ein teures SPA Wochenende oder ein Yoga Wochenende für hunderte von Euro buchen, das ist gar nicht notwendig. Viel wichtiger ist es, dass du gewisse Rituale in deinen Tagesablauf integrierst und somit kontinuierlich dir selbst etwas gutes tust. Self Care ist der Schlüssel zu einer guten und stabilen mentalen Gesundheit. Was einem persönlich gut tut liegt immer im Auge des Betrachters. Deshalb gibt es auch nicht die eine Anwendung oder die eine Musik die du hören musst um Self Care zu betreiben. Du solltest mit dir selbst im Reinen sein, dich so akzeptieren wie du bist und dich selbst so lieben wie du bist. Und das kann auf ganz unterschiedliche Wege passieren. Tipps für mehr Selfcare Yoga & Meditation Ich selbst habe während Corona tatsächlich Yoga für mich entdeckt, was ich auch nie gedacht hätte. Ich habe das ganze meditative Gequatsche und Rumgebiege immer total belächelt. Doch als ich dann nach dem ersten Lockdown wirklich irgendwann auch einfach Mental müde und kaputt war musste ich irgendwas machen. Und da hat mir tatsächlich die liebe Mady Morrison (unbezahlte Werbung) aus der Patsche geholfen. Das ist die tollste Yoga Lehrerin auf Youtube ever, glaubt mir. Ich habe es auch nicht geglaubt bis ich es selbst ausprobiert habe. Ich habe zu meinen Spitzenzeiten täglich 1 Stunde Yoga gemacht und meditiert. Zu dieser Zeit habe ich mich wie ein anderer Mensch gefühlt, sowohl körperlich als auch geistig. Nun ist der Lockdown vorbei (Gott sei Dank) und es geht alles wieder etwas geregelter von statten. Und zack: kein Yoga und keine Meditation mehr. Der Alltag hat mich wieder schneller eingeholt als gedacht. Und genau hier muss man eine Vollbremsung einlegen! Ich habe für mich Yoga und Meditationen entdeckt und lieben gelernt und habe gemerkt, dass es mir total gut tut. Und nur weil der Alltag nun wieder kommt, darf mich dieser nicht wieder voll einnehmen. Deshalb versuche ich nun jeden Tag ein wenig Self Care auszuüben mit mind. 10 Minuten Yoga – jeden Morgen, immer die gleiche Einheit. Ich kann sie schon auswendig und muss nicht lange überlegen. Ich fühle mich danach total gut. Und am Wochenende, wenn mehr Zeit ist, noch eine längere Einheit + Meditation. Das ist mein Self Care Moment – 10 Minuten täglich wo ich nur für mich bin und auch von niemandem gestört werden möchte. Die Meditation bringt mich tatsächlich dann auch immer auf eine andere Ebene und einen anderen Ort. Du musst dich so krass fokussieren, dass du alles um dich drum rum ausblendest. Du denkst dir jetzt vielleicht „Was zum Teufel? Andere Ebene? Ich bin raus…“ – das dachte ich auch immer, bis ich es selbst probiert habe. Die liebe Mady hat auch ein paar Meditationseinheiten für Anfänger. Wer es nicht probiert hat, kann auch nicht drüber motzen 😉 Eine Meditation die mir oft sehr viel Kraft gibt sind die 50 positiven Affirmationen von Mady. Self Care in den Tagesablauf einzubinden ist total wichtig. Ich habe durch meinen Job auch stressige Tage und kenne es vor allem durch meine Ausbildung, dass auch 13/14 Stunden Tage „normal“ sind. Das ist ab und an auch völlig in Ordnung. Aber man muss sich einen Ausgleich schaffen. Ansonsten ist man irgendwann nur noch gereizt und lässt dann an seinen Liebsten aus. Man schläft viel schlechter, man ernährt sich ungesünder – und das lässt dich dein Körper auf kurz oder lang auch spüren. Schlaf Eine mentale und stabile Gesundheit hat guten Schlaf als Basis. Das ist leichter gesagt als getan, ich weiß. Meine Mutter ist gelernte Altenpflegerin und ich kenne es noch aus meiner Jugend, dass sie ständig Nachtschichten hatte. Von normalem und gesunden Schlaf war da nur zu träumen. The same in meiner Ausbildung. Doch ihr müsst trotzdem versuchen irgendwie einen guten Rhythmus rein zu bringen und vor allem auch einfach genug zu schlafen. Manche brauchen 8h/Nacht, manchen reichen nur 6h. Schlafforscher empfehlen übrigens 7 bis 9 Stunden Schlaf um dauerhaft ein gesunden Schlafrhythmus zu haben. Doch nur weil du 7 Stunden im Bett liegst heißt das noch lange nicht, dass du einen guten Schlaf hast. Was mir dabei unglaublich hilft ist meine Fitness-Uhr. Sie sagt mir täglich wie mein Schlaf war, wie lange ich tiefen Schlaf hatte und wie oft ich wach war. Das ist teilweise echt erschreckend. Es zeigt mir dann aber wieder „Hey, ändere was!“. Sport & Bewegung Das war nun der Punkt Schlaf, Meditation und Yoga. Nun geht´s weiter mit Sport und Bewegung. Ich habe mir mittlerweile als Routine das Fahrrad fahren „beigebracht“. Nicht falsch verstehen – Fahrrad fahren kann ich seit Kindheitstagen. Allerdings muss man sich eine gewisse Routine im Alltag selbst beibringen und erlernen. Denn nur wenn etwas zur Routine wird, zieht man es auch regelmäßig durch. Außerdem versuche ich regelmäßig Spazieren zu gehen, vor allem wenn mir mal wieder die Decke auf den Kopf fällt. Und natürlich dann noch das Yoga dazu. Ich versuche natürlich immer wieder meine Fitness Workouts, aber mal Butter bei die Fische – wer zieht das schon regelmäßig, und vor allem langfristig wirklich durch? Wenn du das kannst, Respekt! Alternativ kannst du natürlich auch ins Fitnessstudio oder zum Tanzen. Was auch immer dir Spaß und Freude macht – bau es in deinen Tagesablauf ein und schau, dass es zur Routine und damit „normal“ wird. Tagebuch schreiben Was ich auch in meinen Tagesablauf eingebunden habe ist
Wertschätzung in der Ausbildung
Das Thema Wertschätzung ist meiner Meinung nach allgegenwärtig und eines der wichtigsten Kriterien, die ein Ausbildungsbetrieb mitbringen sollte. Wertschätzung – darum ist sie so wichtig Es kommt nicht mehr darauf an in welcher Ausbildung man am meisten verdient. Viel wichtiger ist die Anerkennung der geleisteten Arbeit, der Respekt der Kollegen und Vorgesetzten und eben auch die damit einhergehende Wertschätzung. Was bringt es dir denn, wenn du ein überdurchschnittliches Azubi-Gehalt hast, aber wie der letzte Scheiß behandelt wirst? Damit wirst du sicherlich nicht zufrieden sein! Natürlich ist genau das Gegenteil auch nicht sonderlich hilfreich: viel Wertschätzung und dafür wenig Gehalt. Denn von irgendwas muss man die Miete und das Essen eben doch noch bezahlen, das ist ganz klar. Du solltest die Ausbildungswahl bzw. Berufswahl nicht nur nach den monetären Kriterien richten. Ich merke vor allem in meinem jetzigen Job im Projektmanagement, dass das Thema Wertschätzung bei Azubis immer wichtiger wird, ganz unabhängig von unseren eigenen Azubis. Das Thema spielt bei meinen Projekten eine große Rolle.. Allerdings merke ich auch in Gesprächen mit Partnern, Verbänden, etc., dass das Thema leider noch nicht bei allen angekommen ist. Und das gilt es zu ändern. Jeder Azubi sollte mit dem nötigen Respekt und der Anerkennung behandelt werden, die einem zusteht! Mich freut es dann natürlich umso mehr zu lesen, wenn für euch Azubis der Spaß an erster Stelle steht. So kommt es zumindest aus einer Azubi Befragung der IHK aus dem Jahr 2018 heraus. Gute Zukunftschancen stehen auf dem zweiten Platz. Platz drei belegt das Argument, dass der Beruf auch der persönlichen Neigung entsprechen soll. Ihr wollt euch also selbst verwirklichen und das tun, was ihr liebt. Und das finde ich so, so klasse! Die hohe Vergütung steht auf Platz fünf und nur zwei Prozent der Azubis war es egal, was sie lernen. Und das werden auch hoffentlich in Zukunft noch weniger. Es sollte einem nicht egal sein was man macht oder was aus einem wird. Im Gegenteil: jeder sollte sich selbst große Ziele setzen. Vielleicht auch Ziele die im ersten Moment unerreichbar scheinen. Aber mit viel harter Arbeit und auch einer gewissen Zeit wirst du dein Ziel erreichen, da bin ich mir sicher 🙂 Wenn wir in diese Befragung, die ich persönlich sehr spannend finde, näher rein schauen wird klar, dass fast 60% von den Azubis ihren Ausbildungsbetrieb wegen der Nähe zum Wohnort genommen haben. Immerhin ist es noch knapp einem drittel wichtig, dass es sich um eine gute Ausbildung handelt. Aber genau so wie das Geld sollte der Arbeitsort nicht diese enorme Rolle einnehmen. Zieht von zu Hause aus, steht auf eigenen Füßen. Das mag oft unbequem sein und auch finanziell kann es eng werden. Aber es gibt so viele Möglichkeiten oder BAföG o.ä. mittlerweile, sodass ihr diese Chance nutzen solltet. Um wieder zu dem Thema Wertschätzung zu kommen ist das nächste Ergebnis in dieser Umfrage sehr spannend. Ich betrachte an dieser Stelle den Beruf den ich vor einigen Jahren erlernt habe: Hotelfachfrau. Wie ihr aus anderen Beiträgen lesen könnt haben zu meiner Zeit auch sehr viele das Handtuch geworfen. Sicherlich auch der ein oder andere weil die Wertschätzung gefehlt hat. Laut dieser Umfrage würde die Hälfte der Hotelfach-Azubis diese Ausbildung nicht nochmals machen. Der meist genannte Grund hierfür ist die Unzufriedenheit mit der Ausbildungsqualität. Wie schrecklich ist das denn bitte??? 🙁 Ich war mit meiner Ausbildungsqualität damals auch nicht mehr zufrieden. Und was habe ich gemacht? Ich hab nicht das Handtuch einfach hingeworfen. Ich habe mich nach einer Alternative umgesehen und den Betrieb gewechselt. Dadurch konnte ich noch 1,5 Jahre von meiner Ausbildung Sachen lernen, die ich sonst vermutlich nicht mehr gelernt hätte. Das war die beste Entscheidung ever!! Und genau das möchte ich euch sagen: es ist sooooo wichtig, dass ihr nicht sofort den Kopf in den Sand steckt wenn euch die Wertschätzung fehlt, wenn ihr mit eurem Chef nicht zurecht kommt, wenn die Ausbildung zu anspruchsvoll ist oder zu öde. Nein! Such nach einer anderen Lösung als einfach abzubrechen. Hier findest du ein mögliches Vorgehen, dass du sofort in die Tat umsetzen kannst, wenn du überlegst abzubrechen bzw. den Betrieb zu wechseln: Suche das Gespräch mit deinem Ausbilder bzw. mit der Personalabteilung. Sprich an was dich stört, warum du dich unwohl fühlst und das du darüber nachdenkst abzubrechen. Suche das Gespräch mit einem Lehrer deines Vertrauens in der Berufsschule. Hier wird auch oftmals unkompliziert das Gespräch mit dem Betrieb gesucht. Du kannst aber auch nach Diskretion bitten, sodass ggf. auch mit der Schule eine schnelle + unkomplizierte Lösung gefunden werden kann. Sollte Nummer 1 und 2 nichts gebracht haben (mehrmals!) und du immer noch unzufrieden bist, dann suche nach einem anderen Ausbildungsbetrieb und zwar schnell. Deine Ausbildung geht im Schnitt 3 Jahre, deshalb solltest du schnell handeln um nicht noch mehr kostbare Ausbildungszeit zu verlieren! In meinem nächsten Beitrag erzähle ich dir wie es mir damals erging als ich den Ausbildungsbetrieb gewechselt habe und was du dabei alles beachten musst. Lass mir gerne einen Kommentar da wie du zum Thema Wertschätzung stehst. Ist sie dir auch so wichtig wie mir? Und komm sehr gerne in die Facebook Gruppe AZUBeasy und tausche dich mit anderen Azubis über diese Themen aus, ich freu mich auf dich 🙂 Bis ganz bald,
Mit wem umgibst du dich?
Ich stelle dir diese Frage, weil es ein Zitat gibt, dass es gut auf den Punkt bringt wie ich finde: „Du bist der Durschnitt der 5 Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.“ Jim Rohn Die 5 Menschen Lass diesen Satz mal kurz auf dich wirken und denke darüber nach. Wer sind die 5 Menschen mit denen du die meiste Zeit verbringst? Sind das Freunde, Familie oder Kollegen? Was denkst du über diese Menschen? Und möchtest du so sein wie diese Menschen oder eher nicht? Egal wie die Antwort ausfallen mag, du bist faktisch der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst. Unabhängig davon ob die Menschen gut oder schlecht sind. Generell verbringt man selbst sowieso lieber Zeit mit Menschen, die einen ähnlichen Charakter, anstelle mit jemand der einem komplett fremd ist. Damit schließt sich der Kreis wieder. Deshalb empfehle ich dir mal nachzudenken und zu reflektieren mit wem du Zeit verbringst und ob dieser Umgang dem entspricht, wie du sein möchtest. Wenn du erfolgreich sein möchtest, dann verbringe Zeit mit erfolgreichen Menschen. Wenn du reich sein möchtest, dann verbringe Zeit mit reichen Menschen. Wenn du unabhängig sein möchtest, dann verbringe Zeit mit unabhängigen Menschen. Sie können dich anspornen und inspirieren. Hier kann es natürlich aber immer Ausnahmen geben, das steht außer Frage. Wenn es in deiner Ausbildung bzw. deinem Job eine Person gibt mit der du generell gerne Zeit verbringst, die Person dich aber mental runterzieht, weil sie einfach eine negative Grundeinstellung zu allem hat (solche Menschen gibt es durchaus), dann verringere den Kontakt mit dieser Person. Es bringt dir nichts, wenn du ständig down bist aber dafür einen vermeintlich „tollen“ Freund hast. Dieser Freund ist nicht dein Freund. Freunde bestärken sich und ermutigen sich und bauen sich auf und nicht das Gegenteil. Also, pack die Sache an! Reflektiere, denke darüber nach und entscheide dann, wie du in Zukunft sein möchtest und wem du zukünftig deine Zeit schenken wirst. Reflexionstagebuch Natürlich kannst du auf einmal dein eigenes Tagebuch machen und musst nicht extra ein Reflektionstagebuch schreiben. Nimm‘ dafür einfach einen Block und schreibe regelmäßig auf was schlecht war, was gut war und was du verbessern möchtest. Schreib dann noch in 3-4 Sätzen auf, was an dem Tag passiert ist. Mit regelmäßig meine ich allerdings nichts 1x im halben Jahr sondern schon mindestens 1x pro Woche 😉 Das kostet dich 5 Minuten von deinem Tag wird dich aber in deinem Tun und Handeln extrem weiterbringen, da du einfach mal über dein Tun und Handeln aktiv nachdenkst. Ich persönlich nutze das Tagebuch von Vertellis (unbezahlte Werbung) und bin super happy damit. Es bringt mich immer wieder zum Nachdenken und was ich am erstaunlichsten finde ist, wenn ich mal ein paar Wochen zurückblätter und mir die Beiträge durchlese. Hast du bereits ein Reflekionstagebuch? In diesem Sinne, bis ganz bald,
Was mache ich hier eigentlich?
„Wir brauchen 400.000 Zuwanderer pro Jahr.“ Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit Dieses Statement zeigt uns eindringlich, dass der Fachkräftemangel allgegenwärtig und nicht mehr alleine zu bewältigen ist. Um dieses Problem zu lösen muss Deutschland auf Fachkräfte aus dem Ausland zurückgreifen. Es fehlt generell in nahezu allen Branchen an gutem Fachpersonal: im Bauwesen, im Gesundheitswesen, in der Pflege/Kinderarbeit, in der IT-Branche usw. Ich möchte dir gerne im folgenden erzählen was ich darüber denke und wie ich dem Ganzen wenigstens ein wenig entgegenwirken möchte. In den vergangenen Jahren habe ich bedauerlicherweise festgestellt, dass die Anerkennung, Wertschätzung und Würdigung von Auszubildenden – unabhängig von der Branche – leider immer mehr nachgelassen hat. Es haben verhältnismäßig viel mehr Leute das Ziel zu studieren anstatt einer Ausbildung zu machen. Ich habe zwar auch studiert, aber zunächst habe ich eine Ausbildung gemacht. Und ohne meine Ausbildung wäre ich sicherlich da, wo ich heute bin. Ich habe nicht nur beruflich was gelernt, sondern vor allem für mein Leben. Erst neulich hatte ich es mit einem Freund davon, der mit mir die Ausbildung gemacht hat, wie viel wir für unser Leben gelernt haben und was wir alles aus dieser so prägenden Zeit mitgenommen haben. Wir haben oft gesagt, dass wir abbrechen und alles hinschmeißen, haben uns dann wieder zusammengerauft, gegenseitig aufgebaut, Mut gemacht und motiviert. Der Fachkräftemangel ist ein Jahrhundertproblem, dass die Politik über die vergangenen Jahrzehnte leider verschärft hat. Verbände, die für Auszubildende in den unterschiedlichen Branchen zuständig sind, wirken dem ganzen leider auch nicht entgegen. Ihr Job wäre es sich für Auszubildende einzusetzen, bessere Konditionen, Löhne, Arbeitsbedingungen usw. zu verhandeln. Aber wenn nur noch sehr wenige was gegen dieses enorme Problem, dass uns alle angeht (!), unternehmen, wo soll das dann hinführen?! Ich glaube einfach, dass es sehr viele Azubis gibt die keine Unterstützung erfahren. Sei es von Kollegen und Kolleginnen, Freunde oder der Familie. Es gibt leider zu viele junge Menschen, die völlig auf sich alleine gestellt sind. In einer Ausbildung kann man schnell überfordert sein. Sei es weil man in der Schule nicht hinterher kommt, im Betrieb von seinem Vorgesetzte gemobbt wird, oder weil man einfach generell mit der kompletten Situation überfordert ist. Wäre ich auf mich alleine gestellt gewesen, dann hätte ich es vermutlich auch nicht durchgezogen. Und genau darin liegt der Punkt. Ich möchte DICH unterstützen, DICH aufbauen, DICH motivieren. Ich werde dir aus meinem Alltag als Azubi erzählen, von meinen Erfahrungen berichten und dich vielleicht vor der ein oder anderen Fehlentscheidung bewahren – wie zum Beispiel dem Abbruch deiner Ausbildung. Das sollte wirklich der aller, aller letzte Weg sein, den du einschlagen solltest. Wirklich der Letzte! Während meiner Ausbildung und meinem Studium habe ich viele Leute gehen sehen, die eigentlich noch lange nicht fertig waren. Sie hatten alle ihre Gründe, warum sie sich dafür entschieden haben abzubrechen und es nicht voll durchzuziehen – ganz klar. Doch ich bin mir sicher, dass der ein oder andere dabei war, dem einfach die nötige Motivation gefehlt hat und der keinen Support erhalten hat. Und genau dem möchte ich entgegenwirken! Gehörst du auch dazu? Fühlst du dich nicht genug wertgeschätzt? Fehlt dir die nötige Motivation weiter zu machen? Denkst du oft ans Aufgeben oder warst sogar schon kurz davor, alles einfach hinzuschmeißen? Dann melde dich gerne bei mir, ich möchte dich dabei unterstützen! Schreib mir eine Nachricht über das Kontaktformular oder über Instagram oder Facebook und erzähle mir, was dich bedrückt, wo der Schuh drückt und wir suchen gemeinsam nach einer Lösung. Auch wenn du einfach jemand zum Quatschen brauchst, melde dich. Ich bin für dich da und unterstütze dich, wo ich nur kann! 😊 Außerdem empfehle ich dir meine Facebook Gruppe. Hier kannst du dich mit anderen Azubis austauschen. Durch eine große Gemeinschaft entsteht ein enormes Schwarmwissen, von dem jeder von euch profitieren kann. Also komm schnell vorbei und melde dich an, kostenlos und unverbindlich – du kannst dabei nur gewinnen 🙂 In diesem Sinne bis ganz bald,