Deine erste Weiterbildung in der Ausbildung – so überzeugst du deinen Vorgesetzten davon

Inhaltsverzeichnis

Weiterbildungen gehen erst nach der Ausbildung? Falsch! In diesem Blogbeitrag zeige ich dir 5 überzeugende Argumente auf, wie du deinen Vorgesetzten davon überzeugst, dir eine Weiterbildung auch während der Ausbildung zu finanzieren.

Definition Weiterbildung

Laut dem Bundesministerium für Bildung und Forschung lautet die Definition einer Weiterbildung folgendermaßen: Zur Weiterbildung gehören berufliche Maßnahmen, wie Lehrgänge, Umschulungen und Meisterkurse, genauso wie Sprachunterricht, das Nachholen von Schulabschlüssen oder freizeitorientierte Bildungsangebote.

Damit zählt alles zu Weiterbildungen, was dich in persönlicher, beruflicher, fachlicher oder allgemeiner Hinsicht weiterbildet.

Generell kann man sagen, dass das Beste Geld, was du jemals investieren wirst, in dich selbst ist. Doch in diesem Artikel geht es nicht darum, dass du in dich investieren sollst, sondern das dein Ausbildungsbetrieb in dich investieren soll.

Manche Ausbildungsbetriebe bieten bereits Weiterbildungen auch während der Ausbildung an. Das können sowohl interne als auch externe Weiterbildungen sein. Was aber, wenn dein Betrieb noch keine Weiterbildungen anbietet, du aber gerne eine machen willst? Dann ist der Beitrag für dich genau richtig!

Warum eine Weiterbildung in der Ausbildung?

In der Regel geht man davon aus, dass man sich nach der Ausbildung weiterbildet. Man macht einen Meister oder einen Fachwirt oder irgendetwas spezifisches in der jeweiligen Branche. Doch das muss nicht sein. Ich bin der Meinung, dass du schon so früh wie möglich mit Weiterbildungen in dich beginnen solltest. Da diese jedoch teilweise sehr teuer sind und deine Ausbildungsvergütung sowieso schon zu gering ist, wird dein Geld dafür vermutlich nicht reichen.

Also: wer bezahlt die Weiterbildung? Naja ganz einfach: deine Vorgesetzten bzw. dein Ausbildung, also dein Ausbildungsbetrieb. Fragst du dich jetzt warum er das machen sollte? Dann geht´s direkt weiter mit 5 Argumenten, wie du deinen Ausbildungsbetrieb davon überzeugen kannst, dir eine Weiterbildung zu finanzieren.

Auszubildende lernen zusammen für eine Weiterbildung.

5 überzeugende Argumente

Ich gebe dir im Folgenden fünf Argumente mit an die Hand, mit denen du deine Führungskraft überzeugen kannst, dir eine Weiterbildung zu finanzieren.

Wichtig ist dabei zu betonen, dass alle Argumente nichts bringen, wenn du sie zum falschen Zeitpunkt oder mit der falschen Einstellung vorträgst. Dazu findest du nochmals 3 wichtige Tipps am Ende vom Beitrag.

Die folgenden Argumente hängen alle weitestgehend zusammen und gehen deshalb auch einander über.

Argument #1: Kosteneinsparung

Das wohl wichtigste Argument für Unternehmer bzw. Unternehmen ist das Punkt der Kosteneinsparung. Wenn du argumentieren kannst, dass deine ausgewählte Weiterbildung eine Kosteneinsparung für das Unternehmen mitbringst, hast du schon halb gewonnen.

Du kannst die Kosteneinsparung argumentieren indem du eine Kompetenzsteigerung von dir vorweist. Mit der Weiterbildung bekommst du Wissen, dass dich als Mitarbeiter von anderen und vom Wettbewerb abhebt. Damit kannst du Kosten einsparen indem du beispielweise Prozesse verbesserst oder eine Produktivitätssteigerung stattfindet. Durch die Teilnahme an einer Weiterbildung kann der Auszubildende effizienter arbeiten und neue Arbeitsmethoden erlernen. Dies führt zu einer Steigerung der Produktivität und trägt dazu bei, dass das Unternehmen von den verbesserten Fähigkeiten des Auszubildenden profitiert.

Ein weiteres Argument für eine Kosteneinsparung ist eine geringere Fluktuation (=Wechsel der Mitarbeiter). Du bist als Azubi motivierter, damit engagierter und wirst damit nach deiner Ausbildung mit großer Wahrscheinlichkeit bei dem Arbeitgeber bleiben, da er sich als guter Arbeitgeber präsentiert und sich für dich einsetzt.

Argument #2: Motivation/Engagement

Wie bereits gesagt hängen die Argumente zusammen. Deshalb spielt Argument #1 auch hier in das zweite Argument mit rein. Denn ein motivierter Azubi erzählt es anderen Azubis weiter, wie toll es in dem Unternehmen ist. Damit wechseln ggf. sogar andere Azubis noch in den Betrieb oder kommen nach der Ausbildung als Mitarbeiter zu dem Betrieb.

Dadurch, dass du eine Weiterbildung anstrebst, zeigst du generell schon mal ein sehr starkes Engagement. Du könntest dich auch einfach auf die faule Haut legen und deine Ausbildungszeit absitzen. Doch du bist motiviert und engagiert und willst sogar eine Weiterbildung machen. Das sollte dein Arbeitgeber honorieren und dich damit noch weiter motivieren. Die Gefahr ist nämlich, dass deine Motivation direkt eingedämpft wird, wenn du dich intensiv mit einer Weiterbildung beschäftigst und dein Chef einfach „Nein“ sagt. Dieses Risiko sollte ihm bewusst sein.

Eine höhere Motivation führt natürlich auch wieder zu einer geringeren Abbruchquote und zu einer geringeren Fluktuation und einer geringeren Kündigungsquote.

Argument #3: Verbesserte Qualifikation/Wissen

Durch das gewonnene Wissen, dass du durch die Weiterbildung bekommst, hast du eine verbesserte Qualifikation. Du bist ein besser qualifizierter Mitarbeiter – und das nicht nur als Azubi sondern auch langfristig nach der Ausbildung. Dein Wissen kannst du an andere Mitarbeiter weitergeben, nachfolgende Azubis profitieren ebenfalls dazu.

Durch die gewonnene Kompetenzsteigerung bist du als Azubi den anderen Azubis in deiner Berufsschule und um Welten voraus. Das ist auch wichtig für den nächsten Punkt.

Frau lernt am Laptop für eine Weiterbildung

Argument #4: Wettbewerbsvorteil

Wenn dein Arbeitgeber dir als Azubi oder auch anderen Mitarbeitern Weiterbildungen bezahlt und finanziert, ist das ein ganz klarer Wettbewerbsvorteil. Nicht alle Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern das an. Das bedeutet, dass man sich für zukünftige Azubis attraktiver als Arbeitgeber präsentiert. Das ist heute in der Zeit von Fachkräftemangel wichtiger denn je.

Die berufliche Weiterbildung ist entscheidend, um den Anforderungen eines sich ständig wandelnden Arbeitsmarktes gerecht zu werden. Ein gut ausgebildeter Auszubildender wird mit den aktuellen Entwicklungen Schritt halten können, was die Zukunftssicherheit des Unternehmens und des Auszubildenden gleichermaßen fördert.

Argument #5: Mitarbeiterbindung

Überzeuge deinen Vorgesetzten ebenfalls mit dem Argument, dass durch Weiterbildungen eine starke Mitarbeiterbindung stattfinden kann. Auf der einen Seite weißt du als Azubi bereits in jungen Jahren, dass dein Arbeitgeber ein wirklich attraktiver Arbeitgeber ist. Denn wenn er dir bereits in der Ausbildung eine Weiterbildung finanziert besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass du nach deiner Ausbildung noch zusätzliche Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten bekommst. Damit ist die Übernahmequote nach der Ausbildung für den Arbeitgeber höher. Eine geringere Kündigungs- oder Abbruchquote von Azubis aber auch ausgelernten Fachkräfte zählt hier ebenfalls mit rein!

Auf der anderen Seite hat dein Arbeitgeber die Möglichkeit (das kommt aber immer auf die Situation darauf an!), dass er dich an das Unternehmen bindet, beispielsweise mit Hilfe von einem Vertrag. Das ist auch gar nicht so unüblich, kommt aber tatsächlich auf die Höhe der Summe von der Weiterbildung an. Wenn du deinen Meister oder deinen Fachwirt oder ein Studium machst, was gut mal schnell 10.000€ kostet, dann kannst du deinem Arbeitgeber die Möglichkeit anbieten dich an das Unternehmen über einen Vertrag zu binden. Das könnte dann z.B. so aussehen, dass du dich verpflichtest, mindestens für die nächsten 5 Jahre in dem Unternehmen zu bleiben und er dafür die Weiterbildung bezahlt. Wenn du früher gehst und kündigst musst du die Weiterbildung anteilig zurückbezahlen.

Es ist super wichtig, dass du für dich abwägst, ob diese Option für dich in Frage kommt. Schau hier auch wirklich auf die Relation von Preis und Zeit. Wenn die Weiterbildung 1.000€ kostet, das Unternehmen dich aber 7 Jahre binden möchte, dann wirst du über den Tisch gezogen!

Richtig vortragen

Bei all den guten Argumenten ist es wichtig, dass du die folgenden 3 Tipps berücksichtigst und sie wirklich anwendest. Andernfalls kann es sein, dass deine Argumente direkt im Keim erstickt werden.

Tipp #1: Bereite dich vor

Es ist elementar, dass du dich vorab über die Weiterbildung informierst. Du musst ganz genau wissen, um was es dabei geht. Du musst wissen, was du dabei lernst, wie lange die Weiterbildung geht, welche Inhalte vermittelt werden und was die Weiterbildung kosten soll. Wenn dir deine Ausbilderin oder dein Ausbilder eine Frage zu der Weiterbildung stellt, z.B. was du dabei lernst, musst du sofort eine Antwort parat haben. Andernfalls kauft man dir nicht ab, dass du dich wirklich damit beschäftigt hast und das du die Weiterbildung wirklich machen möchtest.

Tipp #2: Richtiger Zeitpunkt

Timing ist alles im Leben. Deshalb ist es auch super wichtig, dass du das Thema zur richtigen Zeit ansprichst. Dem Unternehmen, in dem du deine Ausbildung machst, geht es aktuell finanziell nicht gut? Dann ist es nicht der beste Zeitpunkt über eine bezahlte Weiterbildung zu sprechen. Warte hier das richtige Timing ab, stelle deinem Ausbilder bzw. Vorgesetzten einen Termin ein und nimm dir wirklich die Zeit die Weiterbildung zu „präsentieren“. Es ist wichtig, dass du dir die Zeit nimmst aber auch deinem Gegenüber die Zeit blockst, damit man sich wirklich im Detail damit beschäftigen kann. Zwischen den Türen und kurz im Vorbeilaufen wird das wahrscheinlich nichts werden.

Tipp #3: Überzeugt sein

Du musst selbst von der Weiterbildung zu 100000% überzeugt sein! Wenn du selbst nicht komplett dahinter stehst wirst du die Weiterbildung nicht machen können. Man wird dir anmerken, dass du es nur halbherzig nimmst und eigentlich gar keine richtige Lust darauf hast. Deshalb musst du selbst der größte Fan von der Weiterbildung sein – mit deiner Euphorie wirst du deinen Gegenüber automatisch anstecken.

Erfolgreiche Ausbildung – Weiterbildung speziell für Azubis

Erfolgreiche Ausbildung ist meine Online Weiterbildung speziell für dich als Azubi. Er wurde speziell für Auszubildende und deren Belange entwickelt. Der Kurs ist für 1 Jahr verfügbar, ein Timetable unterstützt dich den Kurs in 12 Wochen durchzuarbeiten. Dein Unternehmen hat hierbei ein einmaliges geringes Invest, wird aber langfristig von dir als motiviertem Azubi profieren.

Damit du dir einen Eindruck von der Weiterbildung verschaffen kannst, möchte ich dir hier einen kleinen Einblick geben:

Weiterbildung für Auszubildende

Das ist in der Weiterbildung für dich drin:

  • Programm, dass alle Auszubildenden abholt, vom Start bis zum Abschluss
  • Onlinekurs ist zum (Pre-) Onboarding geeignet aber auch für Azubis in höheren Lehrjahren
  • Inhalte sind kompakt gestaltet & bauen aufeinander auf
  • flexibel in den Azubi-Alltag integrierbar
  • 12 Wochen Zeitplan – 1 Jahr Zugriff auf den Onlinekurs
  • mehr als 10 Download-Materialien (Checklisten, Vorlagen etc.)
  • pro Lektion kleine Aufgabe um direkt ins Handel zu kommen
  • Austausch & Netzwerk unter Auszubildenden über eine exklusive Community
  • Interviews mit Expertinnen zu spezifischen Themen geben erweiterte Einblicke
  • begleitendes Workbook als „Spickzettel“ für den Alltag & zum Nachlesen
  • Abschluss-Zertifikat für die Unterlagen & den Lebenslauf

Schau dir Erfolgreiche Ausbildung hier genauer an und leite die Seite auch (nachdem du deinem Ausbilder davon erzählt hast) weiter, damit er sich ein Bild davon machen kann.

Fazit

Wie du merkst ist das Thema Weiterbildung für dich als Azubi relevanter, als man manchmal denkt. Es ist super wichtig, dass du dich genau damit beschäftigst, welche Weiterbildung für dich relevant ist und welche dich auf persönlich am meisten weiterbringt. Du musst Spaß und Freude daran haben und es muss vor allem auch dem Unternehmen etwas bringen, denn du bist dort nicht um deine Zeit abzusitzen, sondern um dem Unternehmen einen Mehrwert zu liefern. Wenn du dich damit im Detail beschäftigst und damit auseinander setzt, ist deine nächste Weiterbildung mit Sicherheit zum greifen nahe! Und wer weiß, vielleicht sehen wir uns schon bald in meiner Weiterbildung für dich in Erfolgreiche Ausbildung 🙂

Damit ist klar: du solltest deinen Vorgesetzten schnellstmöglich nach einer Weiterbildung während der Ausbildung fragen! Nutze die oben genannten Argumente und wenn du nicht weiter weißt oder dein Chef noch nicht von Erfolgreiche Ausbildung überzeugt ist, melde dich jederzeit gerne bei mir!

In diesem Sinne, bis ganz bald


Ähnliche Beiträge