Disclaimer: Trotz sorgfältiger Recherche übernehme ich keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte. Die Informationen dienen nur als allgemeine Orientierung und ersetzen keine professionelle Beratung. Jegliche Haftung für Schäden oder Verluste, die durch die Nutzung entstehen, ist ausgeschlossen. Nutze die Inhalte auf eigenes Risiko. Du fragst, ich antworte. Heute geht es um das Thema „Übernahme nach der Ausbildung“. Das ist ein super wichtiges Thema und wird früher oder später jeden von euch in der Ausbildung betreffen. Leite den Beitrag also am besten direkt an einen Azubi Kollegen von dir weiter, der das unbedingt sehen muss. Ihr habt mir viele Fragen geschickt, die wir nun alle Step by Step durchgehen. Wir haben keine Zeit zu verlieren also los geht’s. Also los geht’s. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um das Thema Übernahme anzusprechen? Soll ich vorher persönlich etwas andeuten oder direkt einen Termin vereinbaren? Der richtige Zeitpunkt ist etwa sechs – neun Monate vor dem Ende deiner Ausbildung – umso früher, desto besser. Sprich das Thema am besten erstmal informell an, z. B. bei einem Feedbackgespräch oder einem lockeren Moment mit deinem Ausbilder oder der Personalabteilung. Das zeigt, dass du Interesse hast, ohne direkt zu viel Druck auszuüben. Wenn du ein formelles Gespräch möchtest, kannst du einen Termin vereinbaren und das Thema im Vorfeld ankündigen. Geh das Thema am Besten an, wenn du in das 3. Lehrjahr kommst, denn dann ist das Ende von der Ausbildung nicht mehr weit. Soll ich sagen, dass ich Interesse an einer Übernahme habe, oder lieber fragen, wie die Chancen stehen? Beides ist möglich, aber der Ton macht die Musik. Du könntest dein Interesse positiv und selbstbewusst formulieren, z. B.: „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Ausbildung hier und kann mir gut vorstellen, langfristig ein Teil des Teams zu sein. Wie sehen die Übernahmechancen aus?“ Das signalisiert, dass du motiviert bist, ohne fordernd zu wirken. Wichtig ist, dass du offen bleibst, aber auch klar machst, dass du dir Gedanken gemacht hast. Wenn du das Gespräch frühzeitig von dir aus suchst dann zeigt das ebenfalls, dass du Eigeninitiative zeigst. Wie bereite ich mich auf das Übernahmegespräch vor? Eine gute Vorbereitung macht den Unterschied. Hier ein paar Tipps: Lege dir deine Argumente zurecht: Was hast du während der Ausbildung geleistet? Hast du bestimmte Projekte erfolgreich abgeschlossen oder Verantwortung übernommen? Warst du bei der JAV oder hast bestimmte Weiterbildungen/Schulungen erfolgreich abgeschlossen? Formuliere deinen Wunsch klar: Zum Beispiel: „Ich habe während der Ausbildung viel gelernt und sehe noch Potenzial, mich hier weiterzuentwickeln. Ich bin bereits sehr gut eingearbeitet, kenne die Prozesse und Strukturen und die Kultur im Unternehmen, weiß wie die Abläufe sind und brauche deshalb keine große Einarbeitung mehr. Ich kann direkt nach der Ausbildung starten.“ Sei bereit für Rückfragen: Überlege dir, wie du auf Fragen zu deinen Stärken, Schwächen oder Zukunftsplänen antworten kannst. Mache dir vorab Gedanken, in welcher Abteilung und in welcher Position du arbeiten möchtest. Suche dir am besten 2-3 Alternativen raus, da es manchmal in der Wunschabteilung zu dem Zeitpunkt keine freien Plätze gibt. Extra Tipp: übe das Gespräch mit Freunden, der Familie oder auch mit ChatGPT. Gib bei ChatGPT ein in welcher Situation du dich befindest, wie dein Ausbilder drauf ist, wie die Chancen stehen und übe so das Gespräch. ChatGPT schlüpft dann in die Rolle des Ausbilders und du kannst das Gespräch nachstellen. Mach es dir dabei nicht zu leicht, denn du willst ja schließlich wissen, was der Ausbilder sagen könnte. Ein Beispiel für ein Prompt, also Befehl, den du in ChatGPT eingeben kannst: Ich möchte mein Übernahmegespräch nach der Ausbildung üben, schlüpfe dafür in die Rolle meines Ausbilders. Ich bin im 3. Lehrjahr als Hotelfachfrau und die Übernahmechancen stehen seit Jahren für Azubis bei uns nicht gut. Mein Ausbilder ist auch sehr streng und nicht sonderlich freundlich. Stelle ein mögliches Übernahmegespräch nach und geh dabei immer wieder auf meine Antworten ein. Soll ich erzählen, dass ich mich auch bei anderen Unternehmen umschaue? Das kommt auf den Kontext an. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Betrieb unsicher ist oder du bessere Optionen suchst, kannst du es geschickt einfließen lassen, indem du z.B. sagst: „Ich fühle mich hier sehr wohl, aber ich habe auch ein paar andere Gespräche geführt, um meine Optionen zu kennen. Mir ist es wichtig, den richtigen Weg zu finden. Und ich weiß aktuell noch nicht, ob ich hier eine Zukunft habe oder ob ich nicht übernommen werde, sodass ich mich nach Alternativen umschauen musste.“ Das zeigt, dass du dich um deine Zukunft kümmerst, aber dennoch Interesse an deinem aktuellen Betrieb hast. Sei dabei diplomatisch, um keine falschen Signale zu senden. Wie spreche ich das Thema Gehalt an, und wie finde ich heraus, ob ein Angebot gut ist? Wenn das Thema Gehalt im Gespräch noch nicht angesprochen wurde, kannst du es höflich einbringen: „Haben Sie schon eine Vorstellung, was die Position gehaltstechnisch bieten würde?“ oder „Wie sieht es mit den Verdienstmöglichkeiten in der Position XY aus?“ Um zu prüfen, ob das Angebot gut ist: Schau auf Jobportale wie StepStone oder Gehalt.de für durchschnittliche Gehälter in deiner Branche und Region. Frage dich selbst: Entspricht das Angebot meinen Fähigkeiten, meiner Ausbildung und den üblichen Standards? Sei bereit, zu verhandeln, aber bleib realistisch. Wenn du mehr forderst, begründe es mit deinen Leistungen. Tausche dich mit deinen Kollegen aus, denen du vertraust. Sie wissen, was realistisch ist und was du ca. verdienen solltest. Lass dich nicht verarschen. Du musst nicht jedes Angebot annehmen, dass dir geboten wird. Ich selbst habe damals mein möglichen Übernahmevertrag nach der Ausbildung als Hotelfachfrau nicht angenommen, da er nicht die Position und nicht das Gehalt geboten hat, dass ich mir vorgestellt habe. Wie lange sollte ich auf eine Entscheidung zur Übernahme warten? Das ist tatsächlich schwer pauschal zu sagen. Wenn dein Arbeitgeber nach einem Gespräch keine direkte Antwort gibt, kannst du höflich nachfragen, z. B.: „Vielen Dank für das Gespräch. Bis wann kann ich mit einer Entscheidung rechnen?“ Falls du keine klare Rückmeldung erhältst, warte etwa zwei Wochen und hake dann nach. Es ist wichtig, dass
So findest du schnell Anschluss als Azubi
Als Azubi ist es, vor allem am Anfang, nicht immer leicht, Anschluss zu finden. Du wirst nicht als vollwertiges Teammitglied betrachtet, weil du vielleicht nicht dieselben Aufgaben wie deine Kollegen hast. Das wäre aber auch komisch, denn du bist schließlich da um was zu lernen und nicht im wie eine Vollzeitkraft zu arbeiten – da wären wir dann bei der billigen Arbeitskraft. Deshalb gibt es jetzt 7 Tipps, wie du besser und einfacher Anschluss findest. Tipp 1: Zeig Interesse an deinen Kollegen Frag nach ihren Aufgaben, ihrem Werdegang oder auch nach ihren Interessen. Das können einfache Fragen sein wie: ‘Wie lange arbeitest du schon hier?’ oder ‘Was gefällt dir besonders an deinem Job?’ oder ‚wieso hast du damals die Ausbildung gemacht?’. Sei authentisch und höre aktiv zu. Menschen mögen es, wenn man sich ehrlich für sie interessiert. Tipp 2: Nimm aktiv an Pausen und Meetings teil Wenn alle Kollegen in die Mittagspause gehen, dann ist das ein Zeichen für dich, das ebenfalls zu machen. Wenn die Kollegen zum Feierabend zusammenstehen, dann kannst du ebenfalls dazu stehen. Wenn es ein Meeting gibt, dann sei auch dort dabei. Beteilige dich aktiv an den Gesprächen, teile deine Meinung und deine Ideen. Nimm dich bei solchen Dingen nicht raus, sondern versuche ein Teil davon zu sein. Dazu gehört es auch mal einen Plausch in der Kaffeeküche zu führen. Wichtig ist natürlich, dass du nicht nur noch am tratschen bist, sondern hier ein gesundes Mittelmaß findest. Tipp 3: Versuche bei privaten Aktivitäten dabei zu sein Wenn du als Azubi zu einem Feierabendgetränk, zu einem Weihnachtsmarktbesuch, zu einem Mittagessen oder zu einem Kaffee am Nachmittag von Kollegen mit eingeladen wirst, dann versuche im Besten fall hier auch teilzunehmen. Warum? Weil das den Zusammenhalt stärkt. Niemand sagt, dass du mit deinen Kollegen jetzt die besten Freunde werde musst, aber ein bisschen ein privater Austausch schadet keinem. Denn am Ende sind wir alle nur Menschen, die nach zwischenmenschlicher Interaktion suchen. Und wenn du beim 1. Mal Nein sagst, dann beim 2. Mal ebenfalls Nein sagst, wirst du beim 3. Mal wahrscheinlich gar nicht mehr gefragt und damit hast du deine Chance auf eine Teamzugehörigkeit verspielt. Tipp 4: Positive Grundeinstellung Es ist wichtig, dass du positiv und nicht negativ eingestellt bist. Was heißt das? Jeder hat mal einen schlechten Tag und hat deshalb schlechte Laune, das ist auch gar nicht das, was ich hier meine. Sondern ich meine deine Grundeinstellung. Wenn du ständig nur am Nörgeln bist, dann hat dein Gegenüber irgendwann einfach keine Lust Zeit mit dir zu verbringen und distanziert sich von dir. Deshalb ist es wichtig in deiner Ausbildung, im Betrieb und in der Schule nach den positiven Dingen zu suchen und dich an diesen festzuhalten und das auch nach außen zu bringen. Tipp 5: Sei hilfsbereit Wenn du merkst, dass deine Kollegen schwimmen, weil gerade irgendwelche wichtigen Deadlines anstehen, dann versuche hier bestmöglich zu unterstützen und dich nicht rauszunehmen. Versuche einen guten Job zu machen und zu helfen, wo du kannst. Selbst, wenn du Aufgaben nicht erledigen kannst, weil du sie noch nicht kennst oder weil das generell nicht deine Aufgabe wäre, biete deine Hilfe im besten Fall trotzdem an, denn dann sieht man, dass du helfen möchtest. Tipp 6: Entwickle eine “Teamplayer-Mentalität” Um ein vollwertiges Teammitglied zu werden, brauchst du eine Teamplayer-Mentalität. Das heißt: Denke nicht nur an deine eigenen Aufgaben, sondern daran, wie dein Beitrag dem ganzen Team hilft. Bring Vorschläge ein, teile deine Ideen und unterstütze andere, wenn es nötig ist. Wenn du zeigst, dass du ein Teamplayer bist, werden dich Kollegen und Vorgesetzte schnell als unverzichtbar wahrnehmen. Tipp 7: Passe dich an Je nachdem in welchem Unternehmen du arbeitest und welcher Branche, kann die Kultur komplett anders aussehen. Wenn du in einer Bank arbeitest, wo alle im Anzug herumrennen und sich gegenseitig siezen, ist es einfach was anderes, wie wenn du auf einer Baustelle unterwegs bist und sich alle beim Vornamen persönlich kennen und duzen. Deshalb ist es wichtig, dass du dich hier anpasst an die Gegebenheiten und nicht versuchst, dein eigenes Ding durchzuziehen. Fazit Alle Tipps, die ich dir hier mitgegeben habe, müssen zusammen angewendet werden. Es ist wichtig, dass du dir dabei selbst treu bleibst, dich nicht verbiegst und dich selbst nicht klein machst. Es ist gleichzeitig wichtig, dass du dich anpasst und dir klar darüber wirst, dass du der Azubi und nicht der Chef bist – zumindest noch nicht. Welcher Tipp hat dir am besten gefallen? Und was fehlt vielleicht? Schreibs mal in die Kommentare. In diesem Sinne, bis ganz bald
Schwanger in der Ausbildung
Wenn du während deiner Ausbildung schwanger wirst oder schon schwanger in die Ausbildung startest, musst du einiges beachten. Denn du hast hier sowohl einige Sonderrechte und musst gleichzeitig einiges beachten, damit du alle Zahlungen von deinem Arbeitgeber oder auch von dem Amt erhältst. Alle wichtigen Informationen dazu findest du in diesem Blogbeitrag. Mutterschutz/Mutterschutzgesetz So viel vorab: der Mutterschutz bzw. das Mutterschutzgesetz greift auch für dich während der Ausbildung, du bist als Azubi davon nicht ausgenommen. In dem Mutterschutzgesetz werden folgende Punkte geregelt: Mutterschutzfristen Urlaubsanspruch Kündigungsschutz Pflichten der Arbeitgeber Beschäftigungsverbot Das liest du am besten nochmals in dem Ratgeber von Bundesministerium für Familie nach. Arbeitszeiten Deine Arbeitszeiten werden sich durch deine Schwangerschaft eventuell verändern. Das kommt ganz darauf an, wie du vorher gearbeitet hast bzw. in welcher Branche und welchem Beruf du arbeitest. Generell darfst du als Schwangere nicht mehr als 8 Stunden und 30 Minuten täglich arbeiten bzw. 90 Stunden in der Doppelwoche, Minderjährige nicht mehr als 8 Stunden täglich. Wenn du dich gut fühlen solltest und mehr arbeiten willst, ist das durch eine Sondergenehmigung von den zuständigen Behörden möglich auf maximal 10 Stunden pro Tag. Frage dich aber bitte, ob du das wirklich willst, oder ob dein Arbeitgeber das von dir verlangt. Zweiteres würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall ablehnen. Wenn du in einem Schichtdienst arbeitest, kannst du diesen weiterhin ausführen, du darfst ganz normal zwischen 20-22 Uhr arbeiten und auch an Sonn- und Feiertagen. Allerdings hat dein Arbeitgeber hier einige strenge Vorgaben zu beachten. Was nicht erlaubt ist, ist die Nachtschicht, d.h. ab 22 Uhr darfst du nicht mehr arbeiten. Bitte beachte auch deine Ruhezeit von mindestens 11 Stunden bis zur nächsten Schicht. Wenn du übrigens mal einen Arzttermin nicht in deiner Freizeit wahrnehmen kannst, was du in der Regel so einrichten solltest, dann muss dich dein Arbeitgeber für diese Zeit freistellen, denn du hast Vorsorgetermine, die du wahrnehmen musst. Es ist etwas anderes, wie wenn du den Termin um 2 Monate verschieben könntest wie beispielsweise einen Zahnarzt Termine zur Routine. Hol dir dieses Recht auch auf jeden Fall ein, wenn dein Arbeitgeber sich hier quer stellen sollte. Wenn es dir übrigens auf Grund der Beschwerden in einer Schwangerschaft mal nicht gut gehen sollte, dann lass dich von deinem Frauenarzt krankschreiben. Da musst du dir auch keine Sorgen über Konsequenzen machen, du bist ganz normal krankgeschrieben, wie jeder andere Azubi auch und erhältst dein Ausbildungsgehalt trotzdem weiterhin über die Krankenkasse. Kündigungsmöglichkeiten Zunächst musst du dir keine Sorgen über eine mögliche Kündigung machen, denn du hast einen besonderen Kündigungsschutz. Wenn du krankgeschrieben bist, darf dir sowieso nicht gekündigt werden und wenn du schwanger bist, hast du sowieso einen besonderen Kündigungsschutz. Der Kündigungsschutz greift an dem Moment, wo du weißt, dass du schwanger bist. Wenn dein Arbeitgeber dich kündigen sollte, bevor du ihm gesagt hast, dass du schwanger bist, hast du 2 Wochen Zeit, ihm die Schwangerschaft zu bestätigen durch eine Bescheinigung von deinem Arzt. Dann greift der Kündigungsschutz auch rückwirkend und insgesamt bis zu 4 Monate nach der Geburt des Kindes. Natürlich gibt es auch hier wie immer Ausnahmen, das heißt du bist zwar sehr schwer zu kündigen, aber nicht unkündbar. Probezeit Kündigt dich dein Arbeitgeber in der Probezeit, ist das theoretisch ja ohne Angabe von Gründen möglich. Doch nicht in der Schwangerschaft, denn auch dann greift das Gesetz zuerst das Mutterschutzgesetz. Das heißt er darf dich nicht kündigen in der Probezeit, wenn du schwanger bist. Und er kann dann auch nicht die Karte nutzen mit „ich muss dir keine Gründe nennen“. Wenn du schwanger bist, kann er dich nicht einfach kündigen. Information an Ausbildungsbetrieb Wann ist der beste Zeitpunkt, deinen Ausbilder bzw. Vorgesetzen darüber zu informieren, dass du schwanger bist? Das ist eine gute Frage und du kannst das im Prinzip händeln wie du möchtest. Oftmals behalten Schwangere ihre Schwangerschaft bis zur 12. Woche für sich, da es bis zu diesem Zeitpunkt oft zu Komplikationen kommen kann. Deshalb empfehle ich dir deinen Ausbildungsbetrieb nach der 12. Woche zu informieren. Und warte damit dann auch nicht zu lange, denn du hast ja schließlich besondere Rechte als Schwangere, die du unbedingt in Anspruch nehmen solltest. Wenn du mit deinem Arbeitgeber das Gespräch suchst, kannst du ggf. schon sagen, wie du dir die Zeit nach der Schwangerschaft vorstellst. Das heißt, ob du in Teilzeit wieder zurückkommst, ob du deine Ausbildung verlängern oder verkürzen willst und wie lange du Elternzeit nehmen willst. Wenn du das zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, ist das gar nicht schlimm. Mache dir aber frühzeitig Gedanken darum, damit du für dich einfach auch eine saubere Planung hast. Mutterschutz/Beschäftigungsverbot Dir steht der sogenannte Mutterschutz zu, das heißt in der Zeit kannst du dich freistellen lassen. Der Mutterschutz beginnt 6 Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin. Wenn du den Mutterschutz nicht nehmen möchtest, dann steht dir das frei zu. Die 6 Wochen sind eine maximale Grenze, alles darunter kannst du frei wählen, so wie es für dich am besten passt. Der Mutterschutz endet frühestens 8 Wochen nach der Geburt, dein Arbeitgeber hat die Pflicht sich daran zu halten und du auch. Denn während diesen 8 Wochen nach der Geburt hast du ein Beschäftigungsverbot, das heißt in der Zeit ist dir das Arbeit wirklich nicht erlaubt. Schwere körperliche Arbeiten sind in deiner Schwangerschaft ebenfalls nicht mehr erlaubt. Dein Arbeitgeber ist auch dazu verpflichtet deinen Arbeitsplatz so umzugestalten bzw. dir einen neuen Arbeitsplatz einzuräumen, dass dieser mit deiner Schwangerschaft kompatibel ist. Wenn das alles gar nicht funktioniert, muss dein Ausbildungsbetrieb dich freistellen. Du bekommst aber trotzdem weiterhin dein Ausbildungsgehalt als sog. Mutterschutzlohn, keine Sorge. Das kann z.B. passieren, wenn du in der Chemiebranche arbeitest und du giftigen Chemikalien ausgesetzt bist, die dem Baby schaden könnten und dein Arbeitgeber dich nirgends anders einplanen kann, dann wirst du freigestellt. Sollte genau in der Zeit eine Prüfung stattfinden, dann darfst du diese ablegen, arbeiten darfst du aber nicht. Wenn dir die 8 Wochen vom Mutterschutz nach der Geburt nicht reichen sollten, dann kannst du nach Rücksprache mit deiner Frauenärztin auch diese Zeit verlängern. Das
Praktikum vor der Ausbildung
Es gibt viele Möglichkeiten sich vor eine Ausbildung oder einem Studium zu orientieren, darunter fällt auch die Möglichkeit für ein Praktikum. Welche Vorteile dir ein Praktikum bietet, wie du dich am besten darauf vorbereitest und wie du herausfindest, welches Praktikum für dich überhaupt richtig ist, erfährst du in diesem Beitrag. Grundsätzlich unterscheidet man bei einem Praktikum zwischen einem freiwilligen Praktikum und einem Pflichtpraktikum. In der Schulzeit oder auch der Ausbildung bzw. im Studium hast du i.d.R. ein Pflichtpraktikum. Darüber hinaus kannst du jedoch auch freiwillige Praktika machen, um dich im Berufs-Dschungel zu orientieren. Wie finde ich den richtigen Betrieb? Bei dieser Frage sollten deine persönlichen Präferenzen im Vordergrund stehen, denn ein Praktikum dient der Berufsorientierung. Stelle dir also folgende Fragen: Was macht mir besonders viel Spaß? Worin bin ich gut? Was kann ich mir in der Zukunft vorstellen? Welcher Beruf interessiert mich besonders? Wo wollte ich schon immer mal einen Tag arbeiten? Wenn du dir die Fragen beantwortet hast, dann hast du eine bessere Orientierung in welche Richtung es mit deinem Praktikum gehen sollte. Ich empfehle dir nicht einfach im Betrieb von deinen Eltern oder Verwandten oder Nachbarn ein Praktikum zu machen, weil das bequem ist. Nutze diese Möglichkeit wirklich um für dich herauszufinden, was du in der Zukunft machen willst. Du weißt nun also in welche Richtung es gehen soll, dann gilt es nun den richtigen Betrieb zu finden. Dafür kannst du über verschiedene Portale auf die Suche gehen. Ich kann dir dafür z.B. Jobbiplace empfehlen oder meinpraktikum.de. Geh einfach auf verschiedenen Plattformen auf die Suche. Alternativ kannst du natürlich auch über Stellenanzeigen in Zeitungen oder Flyer oder Magazine gehen. Du hast schon einen konkreten Betrieb im Blick und weißt genau, wo du dein Praktikum machen willst? Dann geh einfach auf die Website von dem Unternehmen und schau dort nach einer passenden Stelle. Tipp: Praktikantenstellen werden oftmals gar nicht auf der Website veröffentlicht, das heißt aber nicht, dass es diese nicht gibt. Rufe am besten einfach direkt in dem Betrieb an und frage nach, ob es für den gewünschten Bereich von dir eine passende Stelle gibt. Warum sollte ich ein Praktikum machen? Ein Praktikum dient in erster Linie der Berufsorientierung und damit du anschließend weißt, welchen Beruf du später vielleicht mal lernen möchtest, oder eben auch nicht. Nachfolgend nenne ich dir mal ein paar Vorteile, die dir ein Praktikum liefern kann: Kontakte: Durch ein Praktikum hast du bereits einen Fuß in der Türe in dem Unternehmen. Auf die Kontakte kannst du nach der Schule zurückgreifen, wenn du in dem Unternehmen z.B. deine Ausbildung machen möchtest. Das Unternehmen kennt dich, du kennst das Unternehmen und dadurch entsteht eine gute Basis für eine weitere Zusammenarbeit. Praxiserfahrung: Du sammelst unheimlich viel Erfahrung in der Praxis, auf die du dein Leben lang zurückgreifen kannst. Jedes Praktikum bringt dich deinem Ziel, einen Beruf zu erlernen, weiter. Deine Entscheidung für einen bestimmten Beruf wird dadurch gefestigt und gestärkt oder du entscheidest dich dadurch für einen anderen Beruf. All das gehört zur Berufsorientierung. Lebenslauf: Durch verschiedene Praktika sammelst du nicht nur Berufserfahrung für dich, sondern repräsentierst dich zukünftigen Unternehmen auch als engagierter und interessierter Arbeitnehmer. Du zeigst, dass du schon früh Eigeninitiative gezeigt hast, dich beruflich zu orientieren. Kennenlernphase: Sieh dein Praktikum als eine Art Kennenlernphase des Unternehmens an. Du erhältst einen Einblick in den Ablauf und in die Prozesse, in die Teams und in die Arbeitsstruktur und in die Grundstimmung in dem Unternehmen. Umso länger du ein Praktikum machst, desto besser wird dein Eindruck. Durch diese Phase kannst du herausfinden, oder der Betrieb für dich in Zukunft relevant ist z.B. für eine Ausbildung. Bewerbung Bei deiner Bewerbung für ein Praktikum musst du ein paar Punkte beachten, auf die ich hier kurz eingehen werde. Wenn du dich in einem Unternehmen auf eine Stelle bewirbst, dann ist das eine normale Bewerbung. Wenn du dich jedoch in dem Unternehmen bewirbst, ohne direkte Stelle, dann nennt man das eine Initiativbewerbung. Deckblatt Eine Bewerbung ist generell in allen Fällen immer so aufgebaut, dass du zunächst ein Deckblatt hast. Das Deckblatt ist kein Muss, sieht aber ganz schön aus und fasst nochmal das Wichtigste zusammen. Hier kannst du den Titel des Jobs (z.B. Praktikantin als Chemielaborantin), deinen Namen und deine Adresse und Kontaktdaten und auch ein Foto von dir drauf machen. Anschreiben Nach dem Deckblatt folgt das Anschreiben, welches nicht länger als 1 Seite sein sollte. Schreibe hier unbedingt direkt eine bestimmte Person an, wenn diese in der Stellenanzeige steht. Wenn keine Person hinterlegt ist, greife auf „Sehr geehrte Damen und Herren“ zurück. In dem Anschreiben musst du kurz und knackig formulieren, weshalb du dich auf diese Stelle bewirbst, was deine Motivation ist, welchen Mehrwert du dem Unternehmen liefern kannst und weshalb genau du die richtige Person für diese Stelle bist. Ich bin ganz ehrlich: Anschreiben zu formulieren ist nicht unbedingt einfach, vor allem wenn du es das erste Mal machst. Suche im Internet einfach mal nach ein paar Beispielen, damit du ein Gefühl dafür bekommst. Lebenslauf Nach dem Anschreiben folgt dein Lebenslauf. Dieser sollte ebenfalls eine bis max. zwei Seiten lang sein. Beschränkte dich hier auf die wesentlichen Informationen von deinen beruflichen und schulischen Stationen. Da deine beruflichen Stationen wahrscheinlich noch nicht sonderlich viele sind, kannst du hier alle Praktika und Nebenjobs aufnehmen. Umso mehr, umso besser. Wichtig ist hierbei, dass du antichronologisch vorgehst, das heißt deine aktuellste Station von der Schule oder von der beruflichen Tätigkeit sollte ganz oben stehen und deine älteste Station ganz unten. Du kannst hier ebenfalls nochmals deine Adresse, deine Kontaktdaten, dein Foto und ggf. auch Hobbies mit aufnehmen. Hobbies solltest du jedoch nur mit aufnehmen, wenn sie auch zu dem Beruf einen Bezug haben. Bitte nimm hier keine Informationen von deinen Eltern oder deinen Geschwistern auf. Das hat man früher gemacht, ist heute aber nicht mehr gängig. Zeugnisse/Zertifikate Nach dem Lebenslauf kannst du dann noch Zeugnisse und Zertifikate einfügen, sowohl von der Schule als auch von außerschulischen Aktivitäten bzw. von deinen Praktika oder Ferien-/Nebenjobs. Wenn du all diese Informationen dann in einem Dokument
Ausbildung in Teilzeit
Ob du eine Ausbildung in Teilzeit machen kannst oder solltest, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Diese gehen wir in diesem Beitrag Schritt für Schritt durch, sodass du am Ende weißt, ob sich die Ausbildung in Teilzeit für dich lohnt oder nicht. Und wenn ja, wie du diese beantragen kannst. Wichtig: die Teilzeit-Ausbildung ist genauso vollwertig anzusehen wie eine Vollzeit-Ausbildung! Du hast dadurch genau die gleiche Qualifikation und den gleichen Abschluss. Es kann einfach sein, dass du dafür etwas länger brauchst. Welche Gründe sprechen dafür? Es gibt verschiedene Gründe dir dafür sprechen eine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren. Die gängigsten Gründe sind sicherlich die Kinderbetreuung, d.h. wenn du schwanger bist oder bereits Kinder hast. Außerdem ist das Thema der Pflege von Angehörigen sehr groß. Eine Ausbildung in Teilzeit kann aber auch dann sinnvoll sein, wenn du zusätzlichen Förderunterricht benötigst oder wenn du eine Behinderung hast und dadurch beeinträchtigt bist. Außerdem können Sprachbarrieren ein Grund sein für eine Teilzeitausbildung bzw. wenn du aus dem Ausland kommst. Ein weiterer Grund ist außerdem eine nebenberufliche Selbstständigkeit, d.h. wenn du ein Nebengewerbe hast und hier Zeit investieren willst/musst. Oder wenn du alternativ während der Ausbildung noch in einem anderen Job arbeiten musst, weil das Geld sonst einfach nicht zum Leben ausreicht. Es gibt auch Fälle in denen du bereits eine Ausbildung absolviert hast und parallel eine weitere Ausbildung absolvierst, in dem eigentlichen Beruf aber noch weiterarbeitest und dadurch nicht Vollzeit in die Ausbildung gehen kannst. Ein Beispiel kann hierfür sein, dass du als ausgebildete Pflegehilfskraft nach deiner zweijährigen Ausbildung eine berufsbegleitende Ausbildung zum Pflegemachmann/-frau machst und parallel weiter als Pflegeassistenz arbeitest. Wann muss man sich entscheiden? Du entscheidest dich im Voraus dafür, ob du eine Ausbildung in Teilzeit absolvieren möchtest oder nicht. Das heißt vor deinem eigentlichen Start in die Ausbildung gehst du hier mit deinem potentiellen Ausbildungsbetrieb ins Gespräch. Solltest du jedoch deine Ausbildung in Vollzeit beginnen und es kommt etwas Unerwartetes dazwischen, sodass du in Teilzeit wechseln musst, ist das theoretisch auch möglich. Dafür musst du dich wieder mit deinem Arbeitgeber einigen, das ganze schriftlich festhalten und dann an die zuständige Kammer übermitteln. Welche Voraussetzungen gelten hierfür? Generell hat jeder Azubi Anspruch auf eine Ausbildung in Teilzeit nach § 7a im Berufsbildungsgesetz (BBiG). Du musst dafür seit 2020 auch keinen bestimmten Grund vorlegen wie beispielsweise die Kinderbetreuung. Es steht jedem frei zu eine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren. Du kannst dich auch nur teilweise für eine Reduzierung der Stunden entscheiden, sodass du z.B. nur das 1. Lehrjahr in Teilzeit machst und die restliche Ausbildung in Vollzeit – das ist sehr individuell möglich. Maximale Teilzeit Du musst dich auf jeden Fall mit deinem Wunschbetrieb abstimmen und nur wenn beide Seiten zustimmen, ist eine Ausbildung in Teilzeit auch möglich. Generell kannst du deine wöchentliche oder tägliche Arbeitszeit auf max. 50% reduzieren. Mit Verlängerung der Ausbildung Wenn du ca. 20h pro Woche im Betrieb arbeitest, verlängert sich deine Ausbildung ca. um 1 Jahr. Wichtig: Je nachdem um wie viel Stunden du deine Ausbildung täglich bzw. wöchentlich verringerst, um so viel verlängert sich die Zeit deiner Ausbildung entsprechend. Du kannst deine Ausbildung maximal um das 1,5 fache verlängern. 2 Jahre Ausbildung Vollzeit > 3 Jahre Ausbildung Teilzeit3 Jahre Ausbildung Vollzeit > 4,5 Jahre Ausbildung Teilzeit4 Jahre Ausbildung Vollzeit > 6 Jahre Ausbildung Teilzeit Beispiel: Bei einer 3-jährigen Berufsausbildung wird vereinbart, die Ausbildungszeit auf 75 Prozent zu reduzieren. Das Ende der Ausbildung verschiebt sich folglich um ein Jahr. Die Ausbildung in Teilzeit dauert in diesem Fall vier Jahre. Ohne Verlängerung der Ausbildung Wenn du schneller fertig sein solltest und deine Ausbildung trotz Teilzeit in der regulären Zeit absolvierst, stellt das i.d.R. kein Problem dar. Du kannst dadurch deine Teilzeit-Ausbildung „verkürzen“ und sie somit in der regulären Zeit von z.B. 3 Jahren absolvieren. Dafür musst du mind. 25 Stunden pro Woche (inklusive Berufsschule) im Betrieb sein. Berufsschule Du kannst zwar deine Arbeit in Teilzeit ausüben, die Berufsschule ist hier jedoch nicht davon betroffen. Das heißt, dass du trotz Teilzeitausbildung Vollzeit in die Berufsschule gehen musst. Es gibt hier, wie überall, Ausnahmen. Dazu musst du jedoch individuelle Vereinbarungen mit deiner Berufsschule treffen. Vergütung/Urlaub So wie in „normalen“ Jobs nach der Ausbildung in Teilzeit, ist es in der Teilzeitausbildung auch so, dass du nur anteilig verdienst, weil du auch nur anteilig arbeitest. In der Praxis ist es jedoch so, dass oftmals der Betrieb den vollen Lohn bezahlt und hier keine Abstriche macht – das ist aber sicher auch von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich! Sollte dir dein Teilzeit Lohn nicht für deinen Lebensunterhalt reichen, hast du die Möglichkeit Berufsausbildungsbeihilfe oder Wohngeld zu beantragen. Dein Urlaubsanspruch bleibt normalerweise der gleiche wie bei einem Vollzeit-Azubi auch. Die Voraussetzung ist, dass ihr die wöchentliche Arbeitszeit reduziert habt, sodass du (ausgenommen von der Berufsschule) an ganz normal 5 Werktagen beim Arbeiten bist und sich die Stunden insgesamt reduzieren. Wenn ihr vereinbart habt, dass du z.B. jeden Montag frei hast, kann es sein, dass sich dein Urlaubsanspruch auch anteilig reduziert. Arbeitsvertrag Wenn du und dein Ausbildungsbetrieb euch auf eine wöchentliche bzw. tägliche Arbeitszeit geeinigt habt, haltet ihr das alles in dem Ausbildungsvertrag ganz normal fest. Dein Ausbildungsbetrieb muss die Teilzeit dann noch bei der zuständigen Kammer beantragen und dann steht dem ganzen auch schon nichts mehr im Wege. Welche Rechte hat man in Teilzeit? Wenn du deine Ausbildung in Teilzeit absolvierst, hast du generell keine anderen Rechte als jemand, der in Vollzeit arbeitet. Deshalb gelten nachfolgende Regelungen für beide Seiten – Vollzeit und Teilzeit. Home Office/Remote Aus § 14 Absatz 1 Nummer 2 Berufsbildungsgesetz (BBiG) ergibt sich, dass der Ausbildende den Auszubildenden selbst auszubilden hat oder einen Ausbilder oder eine Ausbilderin ausdrücklich damit zu beauftragen hat. Deshalb ist Home Office während der Ausbildung nicht dauerhaft möglich. Du kannst jedoch einige Tage pro Woche/Monat im Home Office arbeiten. Es sollte einfach nicht zur dauerhaften Lösung werden. Denn wenn dein Ausbilder selbst auch im Home Office sitzt, ist es sehr fraglich ob der obige Paragraph noch Sinn ergibt. Es ist aber natürlich nur in Rücksprache und mit einer Genehmigung von deinem Arbeitgeber möglich im Home Office zu arbeiten. Wenn du beispielsweise keine Kinderbetreuung findest, hast du
Digitales Berichtsheft
Ein digitales Berichtsheft kann dir als Azubi die Ausbildung erleichtern. In diesem Beitrag erfährst du welche Vor- und Nachteile es gibt und wie du deinen Ausbilder von digitalen Berichtsheften überzeugen kannst. Was ist ein Berichtsheft überhaupt? Wenn du noch frisch dabei bist, musst du keine Angst davor haben! Ein Berichtsheft (oder ein Ausbildungsnachweis) ist ein Dokument, in dem du regelmäßig die praktischen Tätigkeiten und Erfahrungen während deiner Ausbildung festhältst – also eine Art Ausbildungstagebuch. Es hilft dabei, den Fortschritt und die erlernten Fähigkeiten während der Ausbildung zu dokumentieren und dient als Nachweis für die Ausbildungsverantwortlichen im Betrieb, der Berufsschule und in den übergeordneten Organisationen (z.B. HWK – Handwerkskammer, IHK – Handelskammer). Wie du ein Berichtsheft führst, welche Inhalte reinkommen, wie du es aufbaust und vieles mehr erfährst du in meinem Blogbeitrag zum Thema Erstes Berichtsheft schreiben. Möglichkeiten vom Berichtsheft Du hast verschiedene Möglichkeiten, dein Berichtsheft zu führen. Auf der einen Seite kannst du es analog und „altmodisch“ führen, auf der anderen Seite hast du die digitale und modernere Variante als Alternative. Berichtsheft auf Papier Jeder Azubi kennt es, aber kaum einer mag es: das Berichtsheft. Warum? Weil es einfach nervig sein kann. Egal ob man du es tages- oder wochenweise führen musst oder ob man sogar auch zusätzliche Monats- und Fachberichte verfassen muss. Das Schlimmste: in vielen Betrieben ist die Zeit echt stehen geblieben und man muss das Berichtsheft noch auf Papier führen. Ob sogar noch von Hand oder über irgendeine kostenlose Berichtsheft-Vorlage für Word. Beides ist echt altmodisch und darum ist es auch kein Wunder, dass viele Azubis mit dem Ausbildungsnachweis hinterher sind. Nicht selten müssen dann vor der Zwischenprüfung noch ganz viele Berichte nachgeschrieben werden. Aber woher soll man denn dann bitte noch wissen, was man vor zwei Monaten am Dienstag gemacht hat? Digitales Berichtsheft als App Man hat das Berichtsheft immer auf dem Handy dabei und kann jederzeit Notizen oder Fotos machen und das Schreiben und das Unterschreiben lassen der Berichte geht damit auch viel einfacher und vor allem schneller. Ich habe mich mit den Machern einer solchen App für den Ausbildungsnachweis unterhalten. Das Unternehmen Zubido (unbezahlte Werbung weil Verlinkung) ist ein Startup aus Berlin, das sich auf Software für Fachkräfte spezialisiert hat. Es gibt einige solcher Angebote, aber die Azubi-App von Zubido eignet sich für fast alle Ausbildungen und ist mir wegen dem guten Design gleich positiv aufgefallen. Beim Recherchieren vor dem Gespräch habe ich dann auch noch erfahren, dass die Azubi-App für viele Berufe sogar schon als Standard empfohlen wird. Sie hat sogar mit dem Comenius EduMedia Siegel gerade auch eine renommierte Auszeichnung bekommen. Spannend! Also wollte ich mehr wissen und habe mit Alexandra Golz und Markus Müller von Zubido gesprochen und fasse die Infos aus unserem Gespräch hier für Euch zusammen. Digitale Berichtshefte oder Apps und Online-Angebote für den Ausbildungsnachweis, sind schon seit 2017 erlaubt, aber sehr viele Betriebe nutzen trotzdem noch immer die Papiervariante. Warum ist das so? Laut Zubido liegt das einerseits an Vorbehalten und Vorurteilen gegenüber digitalen Lösungen und andererseits an einer gewissen Trägheit in Bezug auf Veränderungen. In Hinsicht auf die Digitalisierung passiert in Deutschland seit der Pandemie zwar insgesamt mehr, aber viele Unternehmen halten noch an alten Abläufen fest, „die eben schon immer so waren“. Vor- und Nachteile Lass uns deshalb mal die Vor- und Nachteile eines digitalen Berichtshefts mal anschauen und was du für dich dabei rausholen kannst. Contra Typische Vorurteile gegen eine Berichtsheft-App:1. Azubis verlernen es mit der Hand zu schreiben.2. Texte werden einfach nur aus dem Internet kopiert.3. Berichte werden nur noch schnell-schnell geklickt. Wenn man genauer auf diese Punkte schaut, dann zeigt sich schnell: Das ist ziemlicher Quatsch! Denn 1.: Natürlich schreibt man heute weniger von Hand, aber das betrifft ja nicht nur Azubis oder Berichtshefte, sondern jeden einzelnen von uns. Es würde heute ja auch keiner mehr auf die Idee kommen z.B. Rechnungen von Hand zu schreiben, also warum sollte das beim Berichtsheft so bleiben? Und 2.: Klar könnte man theoretisch einen Text aus dem Internet kopieren, aber das würde voraussetzen, es gäbe irgendwo fertige Berichtshefte für jeden Beruf und jede Betriebsform (was mir neu wäre). Und selbst wenn, hätte man seine Tätigkeiten viel schneller selbst in der App geschrieben, als irgendwo passende Beschreibungen im Internet zu finden. Außerdem 3.: Logisch geht es schneller und einfacher, aber das ist ja gerade der Sinn so einer App. Davon abgesehen ermöglicht und erleichtert die App ja auch das Verfassen von viel ausführlicheren Berichten mit Fotos oder Zeichnungen. Der Ausbildungsnachweis muss vollständig vorliegen und wenn man ganz ehrlich zu sich ist, dann hat so ein Ausbildungstagebuch ja auch viele Vorteile. Sei es beim Lernen für die Abschlussprüfung oder einfach um nochmal nachzuschauen, wie man etwas vor 1-2 Jahren gemacht hat. Darum habe ich Zubido gefragt, welche Argumente denn für eine Berichtsheft-App sprechen. !! Wichtig: wenn dein Betrieb dir die Möglichkeit gibt dein Berichtsheft digital zu schreiben, muss er dir genau so die Software und die Hardware (d.h. auch Laptop/Tablet/Smartphone) zur Verfügung stellen um das Berichtsheft ordentlich schreiben zu können. Analog muss er dir ja auch die Blanco Blätter bzw. den Drucker zur Verfügung stellen. Wenn du dein privates Handy dafür nutzt, wird dein Smartphone durch berufliche Nutzung zum Arbeitsmittel. Damit haftet der Arbeitgeber automatisch bei Schäden oder Rechtsverstößen. Deshalb kann es sein, dass du als Azubi dafür eine Haftungsausschlusserklärung unterschreiben musst. Pro Berichtshefte sind ein fester Bestandteil jeder Ausbildung. Wer sich für eine digitale Lösung entscheidet hat viele Vorteile. Besonders wenn man eine Software wie die Azubi-App von Zubido (unbezahlte Werbung weil Verlinkung) benutzt, die von Beginn an für Smartphones gestaltet wurde: Hier zeige ich dir zwei Beispielfotos von der App: Die Chefs überzeugen! Vieles spricht also für ein digitales Berichtsheft, aber warum gibt es dann immer noch so viele Unternehmen, die keine Azubi-App haben? Vielleicht hat die Geschäftsführung ja einfach noch nicht mitbekommen, wieviel einfacher es mit einer App geht. Oder vielleicht gibt es auch Personen im Betrieb, die noch ein paar Vorbehalte haben? Oder lässt deine Kammer keine digitalen Berichtshefte bei der Prüfung zu? Mein
Entlastungspakete vom Staat für Azubis
Durch die Coronapandemie und den Krieg in der Ukraine sind die Preise bei uns extrem gestiegen. Deshalb hat die Regierung etliche Entlastungen geplant und auch teilweise schon umgesetzt. Doch welche Entlastungspakete auch für Azubis zutreffen ist oft nicht wirklich klar. Genau deshalb bringen wir heute in diesem Beitrag endlich mal Licht ins Dunkle, was dir als Azubi aktuell zusteht. Entlastungspakete Ich möchte dir zunächst erklären was man überhaupt unter den Entlastungspaketen versteht, warum man diese ins Leben gerufen hat, für was sie da sind, woher sie kommen und was du davon hast. Was ist das & warum gibt es das? Auf Grund von den steigenden Strom- und Gaspreisen hat unsere Bundesregierung beschlossen die Bürgerinnen und Bürger von Deutschland zu entlasten. Die Preise sind auf Grund von der Corona-Pandemie aber auch vor allem wegen dem Krieg in der Ukraine drastisch gestiegen. Du hast sicherlich mitbekommen, dass die Strompreise und Gaspreise explodieren, ebenso die Spritpreise an den Tankstellen. Genau so steigen kontinuierlich die Preise in den Supermärkten an, ein Ende ist aktuell leider nicht in Sicht. Viele Menschen können sich schlichtweg einfache Dinge wie Lebensmittel, Strom oder Sprit nicht mehr leisten. Und da rede ich nicht davon, dass es am Ende vom Monat mal ein bisschen knapp wird, sondern davon, dass man am Anfang oder in der Mitte des Monats einfach Nichts mehr hat und nicht weiß von was man den nächsten Einkauf bezahlen soll. Die Entlastungspakete sind prinzipiell eine gute Sache, hat aber natürlich auch wieder sein Für und Wieder. Denn im Endeffekt werden die Pakete aus der Steuerkasse und dadurch über uns als Steuerzahler bezahlt – da lügt man sich irgendwie auch in die eigene Tasche… Nun gut, wir nehmen aktuell was wir bekommen und sagen deshalb natürlich auch nicht nein. Wobei die Pakete natürlich noch viel zu gering sind im Vergleich zu der Belastung, die man aktuell hat. Doch da schrauben sie ja aktuell nach, mehr dazu dann weiter unten. Die Entlastungspakete sind dafür da die hohen Mehrkosten abzufedern, die wir aktuell haben. Die Bundesregierung empfiehlt deshalb seit einiger Zeit sich mit Lebensmittel, Kerzen, Wasservorrat etc. auszustatten, falls ein Notfall wie z.B. ein Stromausfall eintritt. Die Checkliste der Bundesregierung findest du hier. Meine Meinung dazu ist, dass du jetzt nicht komplett durchdrehen solltest und dich wie ein verrückter Preper ausstatten sollst. Aber die Punkte der Checkliste sind sicherlich nicht verkehrt, denn eine Taschenlampe bzw. Kerzen und Wasser in Flaschen schadet im Notfall nicht! Für wen sind die Pakete? Klären wir jetzt mal, für wen die Entlastungspakete da sind. Ironischerweise habe ich bei der Recherche für diesen Beitrag auf der Seite der Bundesregierung gesehen, dass es hier etliche Beispiele für die Gruppen gibt, die eine Entlastungen erhalten. Fällt dir auf welche Sparte hier mal wieder fehlt? Ich finde dich zumindest nirgends explizit aufgeführt. Aiaiaiaiaiai…. 🙁 Aber genau deshalb gibt es ja diesen Beitrag, damit du auch endlich einen Überblick bekommst. In dem Fall siehst du aber, dass die Entlastungspakete im Prinzip für alle da sind, die einen profitieren wie immer mehr davon und die anderen weniger – wie es es oft ist. Du wirst die Pakete in unterschiedlicher Form bemerken, zum einen direkten als Überweisung auf den Konto, zum anderen an günstigeren Preisen vor Ort. Darauf gehe ich aber gleich nochmals ein. Aktuelle Entlastungen für Azubis im Überblick Name Entlastungspaket Was ist das? Was bedeutet das? Wie lange/wann ist das Paket gültig? 9€-Ticket Juni, Juli + August 2022 gab es das 9€/Monat für den kompletten öffentlichen Nahverkehr in Deutschland Du konntest für 3 Monate lang sehr günstig mit den Öffis unterwegs sein. Aktuell ist in Diskussion ob/wie das Ticket verlängert wird. Ist ab September nicht mehr gültig. Nachfolger soll Anfang 2023 kommen (voraussichtlich für 49€). Tankrabatt Juni, Juli + August 2022 wurde die Energiesteuer auf den Sprit gesenkt;-> Benzin 30 Cent Senkung der Energiesteuer plus 5 Cent Ersparnis bei der Mehrwertsteuer-> Diesel 14 Cent Senkung der Energiesteuer plus 3 Cent Ersparnis bei der Mehrwertsteuer Du konntest 3 Monate günstiger tanken, denn die Steuer wurde gesenkt. Ab September steigt die Steuer wieder an und der Sprit wird wieder teurer. Hier ist nichts in der Überlegung ob der Rabatt verlängert wird. Ist ab September nicht mehr gültig, kein Nachfolger geplant. Energiepreis-pauschale 300€ brutto für jeden Erwerbstätigen + 200€ extra für dich als Azubi Wenn du erwerbstätig bist, dann bekommst du 300€ Energiepreispauschale im September mit deinem Lohn automatisch ausbezahlt. 200€ erhältst du speziell als Azubis extra. Eine einmalige einmalige Zahlung ca. im September 2022 und Januar 2023. Kinderbonus/ Kindergeld 100€/Kind wenn Anspruch auf Kindergeld besteht.Kindergeld wird zum 1.1.2023 erhöht. Der Bonus wird einmalig ausbezahlt, wenn du Kinder hast. Du kannst aber auch deine Eltern fragen, ob sie dir den Kinderbonus auszahlen, wenn du auch das Kindegeld bekommst. Eine einmalige Zahlung, die bereits ausbezahlt wurde.Einmalige Erhöhung zum 1.1.2023. Entfernungs-pauschale Rückwirkend zum 1.1.2022 wurde die Entfernungspauschale ab dem 21. Entfernungskilometer von 35 Cent/ Kilometer auf 38 Cent/Kilometer erhöht Bei der Steuererklärung kann man eine höhere Entfernungspauschale veranschlagen (gilt für PKW, Bus/Bahn, Fahrrad, zu Fuß). Du bekommst damit eine höhere Erstattung. Ist rückwirkend zum 1.1.2022 gültig. Arbeitnehmer-pauschbetrag/Werbungskosten-Pauschbetrag Steigt rückwirkend zum 1.1.2022 um 200 Euro auf insgesamt 1.200 Euro. Zum 1.1.2023 steigt er auf 1.230€ Damit ist deine steuerliche Entlastung höher und du kannst mit einer höheren Rückerstattung bei der Steuererklärung rechnen. Ist ab sofort gültig und wirkt sich bei nächster Steuererklärung aus. Grundfreibetrag Steigt um rund 363 Euro auf insgesamt 10.347 Euro. Es bleibt mehr Netto vom Brutto – Lohnsteuer wurde rückwirkend gesenkt zum 1.1.2022 – ggf. über Steuererklärung zurückholen, falls nicht ausbezahlt. Ist ab sofort bzw. rückwirkend gültig. Inflations-ausgleichsprämie Freiwillige steuerfreie Zahlung des Arbeitgebers (bis zu 3.000€). Dein Arbeitgeber kann dich zusätzlich unterstützen, wenn er aktuell die finanziellen Möglichkeiten hat. Auszahlung in mehreren Schritten bis Ende 2024 möglich. Strom-/Gaspreis-preise Es gibt einen maximalen Preis für Strom und Gas. Die Anbieter dürfen den Preis nicht höher festlegen als die festgesetzten Preise besagen. Gilt ab dem 1.1.2023 bzw. 1.3.2023. Heizkosten-zuschuss Erhältst du wenn du Bafög oder Aufstiegs-BAföG erhältst. 230€ aus dem ersten Paket + 345€ aus
Tipps fürs Telefonieren
Du hast Panik wenn das Telefon klingelt? Wenn dein Chef sagt, du musst einen Kunden anrufen, klopft dein Herz bis zum Hals? Ab jetzt ist Schluss damit! Mit diesen Tipps musst du in Zukunft keine Angst mehr vor dem Telefonieren haben! Arten von Telefongesprächen Prinzipiell unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Arten bei Telefongesprächen: entweder wirst du angerufen oder du rufst aktiv jemanden an. Das kommt total auf die Situation drauf an bzw. darauf was deine Position ist, in welcher Abteilung du bist, welche Ausbildung du machst bzw. welche Aufgabe du aktuell hast. Du rufst jemand an Wenn du die Aufgabe bekommen hast z.B. einen Kunden anzurufen um mit ihm über den Auftrag oder das Produkt zu sprechen, dann musst du aktiv zum Hörer greifen. Es kann sein, dass du total aufgeregt davor bist und das du nicht weißt, was du überhaupt sagen sollst. Du möchtest dich natürlich nicht blamieren und blöd vor dem Kunden da stehen. Welche Tipps dafür helfen können, zeige ich dir gleich. Der Vorteil ist hier auf jeden Fall, dass du dich auf den Anruf vorbereiten kannst. Jemand ruft dich an Es gibt aber auch noch die Situation, dass du aktiv von einem Kunden angerufen wirst. Das kann z.B. sein, wenn du am Empfang sitzt oder im Büro arbeitest oder du vom Kunden von der Baustelle angerufen wirst oder, oder, oder. Es kann total unterschiedlich sein. Doch in dieser Situation ist leider der Nachteil, dass du dich nicht aktiv auf den Anruf vorbereiten kannst (außer du weißt, dass der Anruf kommen wird). Das heißt, du musst prinzipiell schon so gut vorbereitet sein, dass dir das Telefonat keine Probleme bereitet. Wie du das schaffst, liest du jetzt. Tipps damit dir das Telefonieren leicht fällt Im Folgenden findest du ein paar Tipps, die ich dir mit auf den Weg geben möchte, wenn es ums Telefonieren geht. Das sind alles Tipps, die ich selbst auch tagtäglich anwende. Tipp #1 – Sei vorbereitet Der größte Vorteil, den du in der Situation hast, wenn du jemanden anrufen musst, ist, dass du dich richtig gut vorbereiten kannst. Mach dich schlau wie die Person heißt, die du anrufst. Sei dir klar, was du willst also warum du anrufst. Bereite dich ordentlich auf den Anruf vor. Frage dich, welche Fragen im Gespräch beim Kunden aufkommen können und lege dir die Antworten schon zurecht. Sei deinem Kunden am Besten immer ein Schritt voraus. Dazu gehört außerdem, dass du gute Argumente hast, wenn du einem Kunden etwas verkaufen musst. Das gehört genau so zu einer guten Vorbereitung. Tipp #2 – Sei freundlich Wenn du den Kunden anrufst dann melde dich auf jeden Fall mit „Guten Tag“ oder „Guten Morgen“ und nenne deinen Namen und die Firma von der du anrufst. Damit weiß dein Gegenüber direkt wer du bist und kann dich richtig zuordnen. Starte das Telefonat freundlich, d.h. es macht vor allem am Telefon der Ton die Musik. Das heißt dein Anrufpartner merkt, wenn du kein Bock hast, wenn du schlechte Laune hast oder wenn du patzig bist. Sei also auf jeden Fall freundlich und höflich. Vergiss auch nicht „Bitte“ und „Danke“ zu sagen – das gehört genau so zum freundlich sein 🙂 Wenn du merken solltest, dass die Person gerade etwas hektisch ist oder es im Hintergrund unruhig wirkt, kannst du auch ruhig fragen ob es gerade geht oder ob es ungelegen kommt. Die Person wird dir dann direkt sagen, ob es passt oder ob es gerade unrecht ist. Falls es unrecht ist, dann kannst du einfach später nochmals anrufen. Tipp #3 – Lächle Das klingt jetzt im ersten Moment vielleicht etwas banal oder auch sinnlos, denn die Person am Telefon sieht dich ja schließlich nicht. Doch es ist wirklich so, dass du freundlicher und gut gelaunt rüber kommst, wenn du lächelst. Außerdem kannst du deine Mimik und Gestik auch ganz normal einsetzen, wie wie die Person gegenüber von dir sitzt. Es hilft auch, wenn du mal aufstehst und dadurch das Gefühl bekommst mit der Person direkt zu sprechen. Tipp #4 – Halte dich kurz Fang nicht an am Telefon deine ganze Lebensgeschichte zu erzählen – das interessiert die Person am anderen Ende nicht. Halte dich kurz und sachlich und halte dich an dein Konzept, dass du dir in der Vorbereitung gemacht hast. Lange Telefonate können ermüdend sein, vor allem für Personen die eigentlich gar keine Zeit haben oder keine Lust haben zu telefonieren. Trotzdem gilt es bei einem Anruf, ebenso wie bei einem persönlichen Gespräch, nicht direkt mit der Tür ins Haus zu fallen und vielleicht noch ein wenig Smalltalk zu halten. Das kommt aber total auf das Gespräch darauf an und auf die Person mit der du sprichst. Es ist nämlich ein Unterschied, wenn du als Medizinische Fachangestellte schnell im Labor anrufen musst oder einem Patienten kurz telefonisch den Termin bestätigen musst. Oder ob du als Industriekauffrau einen großen Kunden anrufst und versuchst ihm ein teures Produkt zu verkaufen. Das kommt einfach total auf die Situation an! Tipp #5 – Notiere einen Rückruf Wenn die Person, die du erreichen möchtest, nicht direkt ans Telefon geht sondern jemand anders, dann frage freundlich, ob die Person zu sprechen ist. Im Normalfall musst du dann sagen um was es geht. Sei hier also wieder vorbereitet! Es kann sein, dass die Person nicht zu sprechen ist, weil sie schon am Telefon ist, in einem Termin ist oder heute nicht da ist. Wenn das der Fall ist, dann frage entweder, ob du es später/am nächsten Tag etc. nochmals versuchen kannst oder vielleicht wird dir auch ein Rückruf angeboten. Du kannst zusätzlich auch eine E-Mail schreiben, je nachdem wie die Situation es eben zulässt und es sich ergibt. Achtung: wenn du einen Rückruf annimmst, wechselst du die Situation und sorgst dafür, dass du angerufen wirst. Das heißt, du kannst dich wieder nicht so gut vorbereiten. Tipp #6 – Halte Floskeln parat Informiere dich im Vorfeld auf jeden Fall wie man sich bei dir im Unternehmen am Telefon meldet. Im Normalfall machen das alle Mitarbeiter gleich um einfach ein einheitliches